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Bildrechte: pa/Ulrich Baumgarten

Limonadensorten der Trendmarke Bionade

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    Radeberger verkauft Rhöner Öko-Limo "Bionade"

    Die Bionade GmbH mit ihrer Marke "Bionade" wechselt zum 1. Januar 2018 ihren Besitzer. Die Radeberger Gruppe trennt sich von der alkoholfreien Getränke-Reihe. Neuer Besitzer wird die HassiaGruppe mit Sitz in Frankfurt.

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    Nur fünf Jahre nach der Übernahme durch den Brauriesen Radeberger hat die unterfränkische Ökobrause "Bionade" wieder einen neuen Inhaber. Der Mineralbrunnenbetrieb Hassia in Bad Vilbel bei Frankfurt am Main übernimmt die Marke zum Beginn des kommenden Jahres, wie beide Seiten am Dienstag mitteilten. Die zum Oetker-Konzern zählende Brauereigruppe Radeberger will sich nach eigenen Angaben stärker auf ihr Kerngeschäft Bier konzentrieren, in dem sie deutscher Marktführer ist. Zum Kaufpreis wurde Stillschweigen vereinbart.

    Bionade, erfunden in der Rhön

    Aufgebaut hatte die einstige Trendmarke Bionade die Familie Kowalsky. Mit der Bio-Brause lösten die Rhöner kurz nach der Jahrtausendwende einen Trend aus. Das Erfrischungsgetränk war ein Symbol für urbanen Lebensstil, gepaart mit ökologischem Bewusstsein. 2006 kam Bionade mit 160 Mitarbeitern noch auf rund 14 Millionen Euro Umsatz, verkaufte 70 Millionen Flaschen. Schon 2008 waren es 40 Millionen Euro. Doch dem Trendsetter folgten Nachahmer - und Bionade verlor sich fast in der Masse der Bio-Limos. 

    Die Kowalsky-Brüder Stephan und Peter übergaben schließlich 2009 das Lebenswerk der Familie an die Firma Radeberger und widmeten sich anderen nachhaltigen Projekten. Die Radeberger Gruppe besaß zunächst 51 Prozent der Bionade-Anteile übernommen, bevor sie Ende 2012 die Anteile vollständig übernahm.

    Es gelang aber nicht, die Öko-Limo zu den erhofften Umsatzhöchstmarken zu führen. Am bayerischen Bionade-Brauort Ostheim wurden massiv Stellen abgebaut. Die dort verbliebenen 79 Arbeitsplätze sollen erhalten bleiben.