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Protest gegen Verkauf des Lufthansa-Caterers LSG | BR24

© BR/Birgit Harprath

Gestern haben sie in Frankfurt protestiert – heute in München. Dass die Lufthansa ihre Cateringtochter LSG Sky Chefs verkaufen will, halten die Mitarbeiter für falsch. Sie fürchten um ihre Arbeitsplätze und die Sozialstandards.

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Protest gegen Verkauf des Lufthansa-Caterers LSG

Gestern haben sie in Frankfurt protestiert – heute in München. Dass die Lufthansa ihre Cateringtochter LSG Sky Chefs verkaufen will, halten die Mitarbeiter für falsch. Sie fürchten um ihre Arbeitsplätze und die Sozialstandards.

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Rund 400 Beschäftigte des Caterers wollen heute in der Mittagspause am Münchner Flughafen ihrem Unmut Luft machen. Wir kochen vor Wut – diese Botschaft soll heute von München aus bis zur Lufthansa-Chefetage in Frankfurt durchdringen. Ein Streik ist das nicht. Kein Passagier muss um Laugenstange mit Käse in der Economy Class oder Spargel mit Kalbsfilet in der Business Class fürchten.

Beschäftigte des Lufthansa-Caterers machen sich Sorgen

Auch die rund 1.400 Beschäftigten des Caterers in München machen sich erhebliche Sorgen. Anders als die Lufthansaspitze halten sie die "LSG Not4sale", also für nicht zu verkaufen. Das Unternehmen mit über 35.000 Beschäftigten weltweit ist zweitgrößter Caterer auf der Welt, produziert an verschiedenen Standorten rund 700 Millionen Essen für 300 Fluggesellschaften. Die Mutter sagt, man wolle sich auf das Kerngeschäft konzentrieren, also auf das Fliegen.

Immer mehr Fluggesellschaften sparen beim Essen

Im Blick haben die Airlines dabei auch einen Trend. Um zu sparen, streichen viele Fluglinien das Menü in hohen Lüften. Auch Müsliriegel oder Käsesandwich werden kaum mehr verteilt. Also die Tochter verkaufen, bevor sie die Bilanz verhagelt. Dabei beliefert LSG schon lange nicht mehr nur die Airlines mit der Bordverpflegung. Auch Bahnlinien oder die Systemgastronomie sind Kunden.

Gewerkschaft sieht Verkauf kritisch

In Deutschland sorgen rund 7.000 Mitarbeiter dafür, dass es funktioniert und die Qualität stimmt. Ob ein Käufer das garantieren würde, hält die Gewerkschaft für fraglich. Der könnte zudem Arbeitsplätze hierzulande abbauen und die bei der Lufthansa nicht schlechten Tarifregelungen kippen.