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Probleme bei der Einführung der elektronischen Gesundheitskarte | BR24

© BR/Nikolaus Nützel

Über ein neues Datennetz soll jetzt endlich das verwirklicht werden, was unter dem Schlagwort „Elektronische Gesundheitskarte“ schon seit 14 Jahren angekündigt wird. Bald läuft eine neue Frist aus und den Ärzten drohen Strafen.

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Probleme bei der Einführung der elektronischen Gesundheitskarte

Über ein neues Datennetz soll jetzt endlich das verwirklicht werden, was unter dem Schlagwort "Elektronische Gesundheitskarte“ schon seit 14 Jahren angekündigt wird. Bald läuft eine neue Frist aus und den Ärzten drohen Strafen.

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Am 1. Juli sollen alle Arztpraxen mit sogenannten Konnektoren ausgestattet sein. Sie öffnen den Zugang zu einem neuen Datennetz, das einen besseren Austausch von Gesundheitsinformationen möglich machen soll: Etwa über Vorerkrankungen - oder darüber, welche Medikamente ein Patient nimmt, damit gefährliche Wechselwirkungen vermieden werden können.

Bisher haben nur wenige Praxen die neue Technik

Die Bundesregierung droht Ärzten, die die Apparate nicht installieren, mit Strafen: Ein Prozent vom Praxisumsatz soll abgezogen werden. Doch bislang hat erst ein vergleichsweise kleiner Teil der Praxen einen Konnektor installiert, sagt der Chef der Kassenärztlichen Vereinigung Bayerns, Wolfgang Krombholz.

"Wir sind jetzt in Bayern bei einem Viertel bis einem Drittel, die installiert worden sind in den Praxen, und der Rest kann bis zum 1.7. und auch bis Januar nicht installiert werden. Da ist alleine das Technische: Anschlüsse etc. “ Wolfgang Krombholz, Kassenärztliche Vereinigung Bayerns

Kassenärztliche Vereinigung fordert längere Frist

Den Rückstand erklärt der Ärzte-Chef vor allem damit, dass die beteiligten Firmen mit der Entwicklung und Lieferung der Konnektoren weit hinter den ursprünglichen Plänen zurückgeblieben sind. Deshalb fordert die Kassenärztliche Vereinigung, dass die Bundesregierung die Frist, ab der Strafzahlungen fällig werden, noch einmal deutlich verlängert. Wie groß die Zahl der Ärzte ist, die einen Anschluss an das neue Netz grundsätzlich ablehnen, etwa weil sie Gefahren für den Datenschutz sehen, könne man nicht sagen, heißt es von der KVB.