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Internet-Erpressungen: Cyberversicherer im Lösegeld-Dilemma

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Internet-Erpressungen: Versicherer im Lösegeld-Dilemma

Darf man auf Internet-Erpresser eingehen und Lösegeld zahlen? Kürzlich zahlte in den USA der weltgrößte Fleischkonzern JBSFoods Millionenbeträge. Auch in Deutschland dürfen Unternehmen sich freikaufen und Cyber-Versicherungen entschädigen sogar.

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Von
  • Felix Lincke

Cyber-Angriffe nehmen zu und Cyber-Versicherungen ebenfalls, und manche Anbieter wie die Allianz zahlen sogar Lösegeld. Anders als in Frankreich dürfen Versicherer in Deutschland das anbieten, wenn auch nicht offen damit werben.

Es sei nie Ziel, mit Erpressern zu verhandeln, heißt es dazu bei der Allianz. Es gehe vielmehr um Prävention, die solche Attacken verhindern soll, und im Fall des Falles um schnelle IT-forensische Hilfe, um den Angriff abzuwehren. Das ist nicht immer möglich.

Versicherungsverträge: Gratwanderung zwischen Schutz und Anreiz

Die Zahl der Versicherungskunden, die Lösegeld zahlen, soll sehr gering sein, aber es gibt sie. Versicherungsverträge sollen für Kriminelle keinen zusätzlichen Anreiz bieten, ein Unternehmen anzugreifen. In Japan und in Italien ist Cyberlösegeld grundsätzlich verboten. In Irland gibt es eine Debatte darüber nach einer Attacke aus dem Internet auf den nationalen Gesundheitsdienst. Die irische Regierung hat nach eigenen Angaben nicht gezahlt.

Erpresser-Attacken nehmen zu

Cyberkriminalität tritt immer häufiger auf, vor allem bei Unternehmen, wo es viel zu holen gibt. In den USA sollen Hacker in einzelnen Fällen bereits mehr als 40 Millionen Dollar verlangt haben.

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