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Pressmetall-Gruppe in Gunzenhausen in Schwierigkeiten | BR24

© picture-alliance/dpa

Aluminium: Pressmetall produziert Aluminium-Druckgusskomponenten. Das ins Wanken geratene Unternehmen will eine Sanierung in Eigenverwaltung.

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    Pressmetall-Gruppe in Gunzenhausen in Schwierigkeiten

    Die Pressmetall-Gruppe mit Standorten in Gunzenhausen und Hoym in Sachsen-Anhalt hat beim Amtsgericht Ansbach ein Sanierungsverfahren in Eigenverwaltung beantragt. Betroffen sind rund 750 Mitarbeiter.

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    Wie das Unternehmen durch seine Anwaltskanzlei Schultze & Braun mitteilen lässt, sind die Gehälter der rund 750 Mitarbeiter über das Insolvenzgeld bis einschließlich Februar abgesichert. Der Geschäftsbetrieb soll in dieser Zeit ohne Einschränkungen weiterlaufen, versichert Geschäftsführer Lars Szymanski.

    550 Mitarbeiter in Gunzenhausen betroffen

    Ziel des Sanierungsverfahrens sei es, die Pressmetall-Gruppe langfristig zu erhalten. Das Unternehmen gehört zu den führenden Herstellern von Aluminium-Druckgusskomponenten in Deutschland. Am Standort Gunzenhausen beschäftigt die Gruppe 550 Mitarbeiter, in Hoym in Sachsen-Anhalt 200. Vor allem die Krise in der Automobilindustrie hat das Unternehmen in Schieflage gebracht.

    💡 Wer ist Pressmetall?

    Pressmetall wurde am 20. September 1962 als "PMG Gunzenhausen Galsterer & Co. KG" gegründet, ein Jahr später begann das Unternehmen mit der Fertigung von Druckgussteilen. Nach eigenen Angaben fokussierte sich das Unternehmen bald auf die Zulieferung für die Automobilbranche im In- und Ausland. Im Juni 2012 übernahm die GDC German Die Casting GmbH hundert Prozent der Anteile der PMG. Nach der Übernahme der Druckguss Hoym GmbH im April 2013 wurden beide Unternehmen in die "pressmetall" überführt. Laut Unternehmen generierte die Pressmetall einen jährlichen Umsatz von rund 100 Millionen Euro. (Erklärt von Anja Bühling, Aktuelle Redaktion Studio Franken)