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Politisches Stühlerücken vor der Bundestagswahl | BR24

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Hat seinen (vorerst?) letzten Arbeitstag als Wirtschaftsweiser: Professor Lars Feld

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    Politisches Stühlerücken vor der Bundestagswahl

    Der Bundestagswahlkampf wirft seine personalpolitischen Schatten voraus. In der Wirtschaft betrifft das die Spitzenämter bei der KfW Förderbank sowie bei der Finanzaufsicht BaFin und den Sachverständigenrat, wo ein Posten ab heute unbesetzt bleibt.

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    Von
    • Felix Lincke

    Für den Wirtschaftsprofessor Lars Feld endet mit dem Februar seine Tätigkeit im Sachverständigenrat zur Begutachtung der gesamtwirtschaftlichen Entwicklung. Der Rat besteht aus fünf Wissenschaftlern, berät die Bundesregierung und wird umgangssprachlich die "Wirtschaftsweisen" genannt.

    Sachverständigenrat vorerst ohne Vorsitzenden

    Doch womöglich ist das letzte Wort in dieser Personalie noch nicht gesprochen. Denn Feld, der bisher Vorsitzender des Gremiums ist, glaubt an ein mögliches Comeback nach der Bundestagswahl. Die SPD hat sein Mandat nicht verlängert, konnte aber keine eigenen Bewerber durchsetzen, so dass der Platz von Feld vorerst leer bleibt.

    Personalkarussell bei der bundeseigenen Förderbank

    Auch bei der bundeseigenen Kreditanstalt für Wiederaufbau KfW dreht sich das Personalkarussell. Als neuen KfW-Chef hätte die SPD gern Finanzstaatssekretär Jörg Kukies gesehen. Doch Kukies Rolle im Wirecard-Skandal ist unklar. KfW-Vorstandsmitglied Ingrid Hengster soll nun gute Chancen haben, weil sie auch für die Unionsparteien tragbar ist. Ein weiterer Vorstandsposten bei der KfW ist derzeit nicht besetzt, den das SPD-Mitglied Joachim Nagel innehatte.

    Mehrere Posten bei der Finanzaufsicht unbesetzt

    Bei der Finanzaufsicht BaFin sind wegen ihrer Verwicklung in den Wirecard-Skandal gleich mehrere Spitzenjobs frei geworden. Auch hier stellt sich die Frage, ob ein Mann oder eine Frau die Führung übernimmt und ob die Nähe zu einer Partei erforderlich ist. Beobachter meinen, Bewerber mit einer Nähe zu den Unionsparteien hätten womöglich einen Vorteil, weil die Wahrscheinlichkeit einer Regierungsbeteiligung der Union nach der nächsten Bundestagswahl am höchsten ist.

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