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Seniorenheim in der Corona-Pandemie

Kirchliche Wohlfahrtsverbände beschäftigen viele Mitarbeiter. Sie sehen sich nicht als klassische Arbeitgeber.

Bildrechte: BR/dpa-Bildfunk/Sina Schuldt
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    Mehr Geld für Diakonie-Beschäftigte – Rumoren bei der Caritas

    Die Diakonie ist ein echtes Schwergewicht auf dem bayerischen Arbeitsmarkt, sie hat fast 100.000 Beschäftigte. Diese sollen nun knapp zwei Prozent mehr Geld bekommen sowie eine Corona-Prämie von 250 Euro. Bei der Caritas sieht die Sache anders aus.

    Von
    Nikolaus  NützelNikolaus Nützel
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    Die Diakonie gehört zu den größeren Arbeitgebern in Bayern, sie hat rund 97.000 Beschäftigte. Knapp zwei Prozent mehr Geld sollen sie jetzt bekommen, zusätzlich eine Corona-Prämie von 250 Euro. Außerdem trägt die Diakonie weiterhin alleine die Beiträge zur betrieblichen Altersvorsorge. Vertreter der Diakonie wie auch der Beschäftigten sehen in der Vereinbarung einen Erfolg.

    Bei den kirchlichen Wohlfahrtsverbänden Diakonie und Caritas wird nicht von Arbeitgebern und Arbeitnehmern gesprochen, sondern von Dienstgebern und Dienstnehmern. Aber auch dort wird um Arbeitsbedingungen oft hart gerungen.

    Keine Annäherung bei der Caritas

    Bei der Caritas hat sich das Verhältnis zwischen Dienstgebern und Dienstnehmern gleichzeitig in letzter Zeit deutlich abgekühlt. Die Caritas hatte sich vor einigen Monaten geweigert, an einer gesetzlichen Grundlage für allgemeinverbindliche Lohn-Untergrenzen in der Pflege mitzuwirken. Das hat die Vertreter der Beschäftigten nachhaltig verärgert. Die Dienstgeber-Seite der Caritas wiederum wirft den Beschäftigten-Vertretern vor, sie hätten – so wörtlich - "inakzeptable verbale Grenzüberschreitungen" begangen. Ein eigentlich für Ende Juni angesetztes Gespräch beider Seiten hat die Caritas deshalb platzen lassen. Wann es wieder eine Annäherung geben kann, ist offen.

    Caritas betont arbeitnehmerfreundliche Regelungen

    Eine Sprecherin der Caritas betonte gleichzeitig, ihr Verband setze seine Tradition arbeitnehmerfreundlicher Regelungen fort. Die Caritas habe bereits Anfang des Jahres einen Pflege-Bonus an ihre Beschäftigten ausgezahlt. Die Caritas sei damit also anderen Trägern in der Pflege, wie etwa der Diakonie, weit voraus gewesen. Bei der Höhe der Zahlungen orientiere sich die Caritas am Tarifvertrag des öffentlichen Dienstes.

    Fachkräftemangel in Pflegeeinrichtungen

    Eines haben Diakonie und Caritas dabei gemeinsam: Obwohl sie im Vergleich vor allem zu vielen privaten Anbietern vergleichsweise gute Arbeitsbedingungen bieten, haben auch sie große Probleme, genug Fachkräfte vor allem für ihre Pflegeeinrichtungen zu finden.

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