Metall- und Elektroindustrie
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Die Metall- und Elektroindustrie in Mittelfranken hat unter Fachkräftemangel, den gestiegenen Energiekosten und Lieferengpässen zu leiden.

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Personal- und Materialmangel treffen Metall- und Elektrobranche

Etwa jedes fünfte Unternehmen in der mittelfränkischen Metall- und Elektroindustrie befürchtet für das erste Halbjahr 2023 Verschlechterungen für sein Geschäft. Gründe sind eine abschwächende Konjunktur, Nachwuchssorgen und Lieferengpässe.

Über dieses Thema berichtet: Regionalnachrichten Franken am .

Die Auftragslage in der Metall- und Elektrobranche schwäche sich ab, sagte der Vorsitzende des Branchenverbands bayme vbm für die Region Südost-Mittelfranken, Frank A. Bergner, heute in Nürnberg. So befürchte etwa jedes fünfte Unternehmen in der mittelfränkischen Metall- und Elektroindustrie für das erste Halbjahr 2023 schlechtere Geschäfte.

Materialmangel beeinflusst noch immer die Arbeit

Die Lage sei zwar stabil, dennoch seien die Erwartungen pessimistischer geworden. "Hohe Kosten, eine gefährdete Versorgungssicherheit mit Energie, die sich abkühlende Weltkonjunktur und vielfältige geopolitische Risiken verunsichern unsere Unternehmen", so Bergner. Nach wie vor leiden rund 43 Prozent der Unternehmen unter mittelmäßigen bis starken Beeinträchtigungen durch den Materialmangel.

Verband für erleichterte Zuwanderung von Fachkräften

Während sich die Lage in dem Bereich langsam entspannen würde, werde der Arbeits- und Fachkräftemangel zunehmend zum Wachstumshemmnis. Derzeit arbeiten in Mittelfranken 130.000 Männer und Frauen in der Metall- und Elektroindustrie, 2.200 sind im vergangenen Jahr dazu gekommen. Der Branchenverband rechnet damit, dass in diesem Jahr die Zahl der Beschäftigten um 1.300 wachsen könnte, vorausgesetzt die Unternehmen finden die passenden Arbeitskräfte. "Um langfristig den Bedarf zu decken, brauchen wir eine erleichterte Zuwanderung von Fachkräften und begrüßen die aktuellen Entwicklungen bei der gesetzlichen Anpassung der Fachkräftezuwanderung", sagte Bergner.

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Besonders Automobilzulieferer von hohen Energiekosten betroffen

In einer schwierigen Lage befinden sich vor allem energieintensive Automobilzuliefererbetriebe. Gerade Zulieferer hätten einen hohen Anteil an Metallverarbeitung, die sehr viel Energie verbrauche. Aufgrund der Macht der Automobilhersteller könnten diese Unternehmen die gestiegenen Kosten nicht einfach weitergeben.

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