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Paypal steigt bei Facebooks Digitalwährung Libra aus | BR24

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Der Internetkonzern Facebook muss bei der geplanten Einführung der weltweiten Digitalwährung Libra einen Rückschlag hinnehmen: Der Online-Bezahldienst Paypal steigt aus.

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Paypal steigt bei Facebooks Digitalwährung Libra aus

Der Internetkonzern Facebook muss bei der geplanten Einführung der weltweiten Digitalwährung Libra einen Rückschlag hinnehmen: Der Online-Bezahldienst Paypal steigt aus.

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Der Internetbezahldienst Paypal macht ab sofort nicht mehr bei der neuen Digitalwährung von Facebook mit. Das Unternehmen aus San Jose im Silicon Valley gab heute bekannt, dass es das Aufsichtsgremium für die Facebook-Währung Libra verlassen wird.

Man wolle sich lieber auf das Kerngeschäft konzentrieren, teilte Paypal mit. Damit zählt die Libra Association, in der alle teilnehmden Firmen organisiert sind, nur noch 28 Mitglieder. Sie könnte aber noch weiter schrumpfen. Denn auch die beiden Kreditkartenunternehmen Visa und Mastercard denken offenbar über einen Ausstieg nach. Das jedenfalls berichtet das "Wall Street Journal".

Politik und Notenbanken misstrauen offenbar Facebook

Der Grund: Weltweit sehen Politiker und Notenbanken die von Facebook geplante Krypto-Währung sehr kritisch. Der Konzern kommt auf gut 2,4 Milliarden Nutzer weltweit. Eine Facebook-Währung, so die Befürchtung, könnte im weltweiten Finanzsystem langfristig eine wichtige Rolle spielen. Bislang kontrollieren aber staatliche Notenbanken Währungen wie Dollar, Yen oder Euro. Außerdem hat Facebook nach den zahlreichen Datenskandalen, bei denen Millionen Nutzerdaten missbraucht wurden, viel Vertrauen in Politik und Wirtschaft verloren.

Auch Apple-Chef Cook ist gegen Libra

Selbst Apple-Chef Tim Cook sieht die Facebook-Währung kritisch. Einer französischen Zeitung sagte er: "Ich denke wirklich, dass eine Währung in den Händen der Länder bleiben sollte", so Cook. Und weiter: "Eine private Firma sollte nicht versuchen, sich auf diese Weise Macht zu verschaffen." Unternehmen würden nicht gewählt und sollten deshalb keine Regierungsaufgaben übernehmen.

Facebook will Libra im kommenden Jahr starten. Als Partner sind unter anderen Unternehmen wie Spotify und die Fahrdienstleister Lyft und Uber mit dabei.