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Parken will gelernt sein: Wie mache ich es richtig? | BR24

© BR / Helena Smolak

Parken will gelernt sein: Wie mache ich es richtig?

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Parken will gelernt sein: Wie mache ich es richtig?

Parkplätze in Städten sind Mangelware. Auch Gehwege, Feuerwehrzufahrten oder Halteverbote sind nicht mehr tabu. Doch es gibt Regeln, die einige seit der Fahrschulzeit vergessen haben. BR24 gibt Antworten, was beim Parken zu beachten ist.

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Was muss beim Parken beachtet werden? BR24 gibt Tipps.

1. Wer risikiert ein Bußgeld und warum der Bordstein tabu ist

Laut Straßenverkehrsordnung muss platzsparend geparkt werden. Wer allerdings sein Auto quer zur Fahrbahn stellt, weil es klein genug ist, riskiert ein Bußgeld.

Entscheidend ist zudem, möglichst dicht am Fahrbandrand zu parken. Bordstein oder Gehweg als Ausweichmöglichkeit sind aber keine Optionen, sagt ADAC Pressesprecher Johannes Boos:

"Mit dem Reifen auf dem Bordstein zu parken, das ist nur dann zulässig, wenn es entsprechend signalisiert ist und das passiert dann durch entsprechende Beschilderung. Das Parken auf Gehwegen ist nur dann erlaubt, wenn es ausgeschildert ist oder wenn es eine entsprechende Parkflächenmarkierung gibt. Das gilt auch für das Motorrad, das heißt wer dort parkt, riskiert einen Strafzettel." (Johannes Boos, ADAC)

Ob das Auto oder Motorrad dann auch abgeschleppt wird, hängt von einer konkreten Behinderung oder Gefährdung ab.

2. Ohne Parkschein maximal drei Minuten

Auch beim Parkscheinautomat gilt es die Verkehrsregeln zu beachten.

  • Punkt 1: Wenn der Parkscheinautomat mal nicht funktioniert, muss eine Parkscheibe verwendet werden.
  • Punkt 2: Auch wenn man nur kurz an dem Platz bleiben will, etwa um ein Handygespräch in Ruhe zu Ende zu führen, muss man einen Parkschein lösen, denn die maximale Haltdauer darf nicht überschritten werden.
"Auf einem Parkplatz im Auto sitzen zu bleiben und einfach kein Geld in den Parkscheinautomaten zu werfen, das funktioniert so auch nicht. Das Halten an beschilderten Parkplätzen darf nämlich maximal drei Minuten dauern, dann muss ich einen Parkschein lösen." (Johannes Boos, ADAC)

3. Vorsicht beim Parken vor Hauseingängen

Das Parken vor Hauseingängen ist generell erlaubt, Beschilderungen sind allerdings zu beachten, meint Polizeisprecher Benjamin Castro.

"Man muss schauen ob eine entsprechende Beschilderung vorhanden ist, die das Parken oder Halten dort verbietet oder auch erlaubt. Worauf man auch achten muss ist, wenn man im Bereich einer Hofeinfahrt ist, dass man diese eben nicht zuparkt." (Benjamin Castro, Polizei München)

4. Parken maximal 72 Stunden

Der Parkplatz ist gefunden, das Auto steht richtig. Möglicherweise steht es lange dort. Manchmal reist man auch ohne Auto in den Urlaub. Was die wenigsten wissen: Hier gibt es die 72-Stunden Regel, die von Gerichten festgelegt wurde, so Polizei-Sprecher Castro:

Das hat mehrere Gründe, zum einen können Beschädigungen an dem eigenen Kraftfahrzeug vorhanden sein oder auch die rechtliche Situation. Verkehrsschilder könnten sich geändert haben, die eben eine Umsetzung des Fahrzeugs erforderlich machen. Hier empfiehlt sich, wenn man das selber nicht wahrnehmen kann, dass man einen Nachbarn oder eine andere Vertrauensperson darum bittet, dass diese eben nach dem Fahrzeug schaut. (Benjamin Castro, Polizei München)

Also kein Risiko eingehen, denn sonst steht das Auto möglicherweise nicht mehr dort, wo man es zurückgelassen hat, sondern ist schlicht abgeschleppt.