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Panne von Merkel-Flieger: Flugbereitschaft in schlechtem Zustand | BR24

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Kanzlerin Merkel ist verspätet unterwegs auf dem Weg zum G20-Gipfel nach Buenos Aires. Wegen Problemen drehte ihre Maschine um und landete in Köln-Bonn zwischen. Merkel verpasst den Auftakt des Gipfels. Die Luftwaffe schließt Sabotage derzeit aus.

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Panne von Merkel-Flieger: Flugbereitschaft in schlechtem Zustand

Ein peinlicher Zwischenfall für Kanzlerin Merkel: Auf dem Weg zum G20-Gipfel musste ihr Regierungsflieger umkehren und notlanden. Betrieben wird die Maschine von der Flugbereitschaft der Bundeswehr – und für die war es nicht die erste Panne.

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Sie sind so etwas wie die fliegende Visitenkarte der Bundesrepublik Deutschland: Die Jets der Flugbereitschaft der Bundeswehr. Flaggschiff ist die "Konrad Adenauer" - das Flugzeug, bei dem es am Donnerstagabend während des Merkel-Flugs zum G20-Gipfel zu einem folgenschweren Ausfall der Funksysteme kam. Der Pilot sendete daraufhin einen Notfall-Code und kehrte nach Köln zurück.

Laut Flugbereitschaft fiel ein einzelnes Bauteil an dem Flugzeug aus, was die Panne verursachte. Dabei handele es sich um eine elektronische Verteilerbox. "Das war ein klassischer Ausfall eines Bauteils, wie es heute jederzeit passieren kann", sagte Oberst Guido Henrich, Kommandeur der Flugbereitschaft der Luftwaffe. Inzwischen sei das Problem behoben.

"Konrad Adenauer" ist ein älterer Airbus

Die "Konrad Adenauer" ist ein Airbus A340-300, den Berlin gebraucht angekauft hatte. Zuvor war die viermotorige Maschine mehr als zehn Jahre für die Lufthansa geflogen, bevor sie dann aufwendig für den Regierungseinsatz umgebaut wurde.

Grundsätzlich gilt die Flotte der Bundesregierung im internationalen Vergleich als relativ alt und damit anfällig für technische Probleme. So musste etwa Bundespräsident Frank-Walter Steinmeier erst Mitte dieses Monats bei einer Afrikareise am Boden bleiben, weil Techniker ein Hydraulik-Problem am Flugzeug entdeckt hatten.

Olaf Scholz schon wieder von Panne betroffen

Auch Bundesfinanzminister Olaf Scholz (SPD) hat bereits schlechte Erfahrungen mit dem Flugzeug gemacht. Bei der Rückreise von der IWF-Tagung der Finanzminister im Oktober machten ihm Mäuse einen Strich durch die Rechnung. Sie hatten ein Kabel durchgebissen, woraufhin die "Konrad Adenauer" am Boden bleiben musste. Scholz wich schließlich auf einen Linienflug aus.

Anders als andere Staaten verzichtet die Bundesrepublik traditionell darauf, neue Flieger zu kaufen - auch aus politischen Gründen: Man wolle sich nicht dem Vorwurf der Verschwendung aussetzen, heißt es in Berlin. Obwohl neue Flieger auf dem aktuellen Stand der Technik und auch deutlich spritsparender wären als der Airbus-Oldie der Kanzlerin.

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Nach der unplanmäßigen Landung der Regierungsmaschine mit Kanzlerin Merkel an Bord ist das Problem identifiziert: die sogenannte Verteilerbox. Mittlerweile sei die Maschine wieder startklar, so der Chef der Flugbereitschaft der Bundesregierung.