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Für die Einzelhändler kommt Ostern vom Umsatz her gleich nach Weihnachten. Denn immer öfter liegen auch höherpreisige Artikel im Nest. Die Corona-Auflagen treffen den Einzelhandel schwer. Der Handelsverband macht sich große Sorgen.

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Ostergeschäft in Corona-Zeiten: Einzelhandel schlägt Alarm

Für die Einzelhändler kommt Ostern vom Umsatz her gleich nach Weihnachten. Denn immer öfter liegen auch höherpreisige Artikel im Nest. Die Corona-Auflagen treffen den Einzelhandel schwer. Der Handelsverband macht sich große Sorgen.

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Von
  • Astrid Freyeisen

Das Ostergeschäft in diesem Jahr bringt in Bayern ein sattes Minus: 110 Millionen Euro weniger Umsatz täglich gegenüber einem normalen Jahr, so das Fazit von Bernd Ohlmann, Sprecher des Handelsverbands Bayern. Vergleichszahlen zum ersten Corona-Ostern gibt es nicht.

Kundenfrequenz in Lädenum die Hälfte zurückgegangen

Aber Ohlmann macht sich Sorgen: Ein Sechstel aller bayerischen Handelsbetriebe stünden auf der Kippe und die Arbeitsplätze von 50.000 Beschäftigten seien gefährdet.

Die Kundenfrequenz in den Läden sei um die Hälfte zurückgegangen. Besonders stark betroffen sind Bayerns größere Städte, weil man aus der Umgebung viel seltener zum Ostereinkauf dorthin fahren will. Dort, so schätzt der Sprecher des Handelsverbands, belaufe sich der Umsatzverlust auf etwa 50 Prozent.

Floristen und "Click & Collect" sind Verlierer

Wer "Click and Meet" anbieten kann, der sei immer noch etwas besser dran als Händler, die bloß auf "Click and Collect" angewiesen sind. Also an Orten, wo Vorbestelltes nur schnell abgeholt werden darf. Schlimm sieht es laut Ohlmann unter anderem bei den Floristen aus, während sich Spielsachen gut verkauften und auch in Baumärkten einiges los sei.

Außerdem laufe der Lebensmittelhandel natürlich gut, erklärt Ohlmann. Denn in Bayern werden nach Angaben des Verbands jedes Jahr über 13 Millionen Schokoladen-Osterhasen verkauft.

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In einem Großteil der bayerischen Landkreise und Kommunen greift inzwischen die Corona-Notbremse. In München gelten ab Ostersonntag wieder strengere Regeln. Heute blieb es in den bayerischen Innenstädten weitgehend ruhig, ohne großen Andrang.

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