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Ostereier: Was taugen Farben aus dem Supermarkt? | BR24

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Die Geschäfte sind schon lange voll mit Schokoladenhasen - und bunten Ostereiern. Aber vor allem, wenn man Kinder hat, ist es doch viel schöner, selbst zu färben. Das Angebot ist groß - doch welche Farben nimmt man am Besten?

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Ostereier: Was taugen Farben aus dem Supermarkt?

Bald ist Ostern. Das Eier-Färben kann beginnen. Doch beim Kauf der besten Farben gilt es auf einiges zu achten. Wir checken: den Preis, die Inhaltsstoffe, die Handhabung und - das Aussehen.

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Die ersten Eierfarben kaufen wir beim Discounter Lidl. Die Packung mit vier verschiedenen Farben kostet hier 99 Cent. Den Klassiker vom Marktführer Heitmann gibt es im Drogeriemarkt schon für 69 Cent. Deutlich mehr muss man für Naturfarben aus dem Bio-Markt hinlegen: 3,99 Euro kostet ein Päckchen mit fünf Farben.

Beim Preis liegt also der Marktführer vorne - und ist damit sogar günstiger als das Discounter-Produkt.

Verbraucherzentrale Bayern: Vorsicht bei synthetischen Farbstoffen

Bei den Inhaltsstoffen überlassen wir das Urteil Daniela Krehl von der Verbraucherzentrale Bayern. Gewinner ist für sie das Produkt aus dem Bioladen, "weil ich ganz sicher bin, dass hier natürliche Farbstoffe eingesetzt werden." Auch die Discounter-Farben hält die Expertin für unbedenklich. Nicht dagegen das Markenprodukt. Es beinhaltet sogenannte Azofarbstoffe, die synthetisch hergestellt werden. Sie können bei Kindern Aufmerksamkeitsstörungen hervorrufen.

"Bei Lebensmitteln muss da auch ein Warnhinweis drauf auf die einzelnen Lebensmittel. Bei den Farbstoffen, die fürs Eierfärben gedacht sind, ist dieser Warnhinweis nicht notwendig, weil einfach doch relativ geringe Mengen nur in das Ei gelangen können." Daniela Krehl, Verbraucherzentrale Bayern

Ostereier vom Discounter sind besonders kindgerecht

Besuch in der Hauswirtschafterei in Ramsau bei Schongau. Dort lassen wir die Handhabung von Profis testen. "Von der Handhabung haben uns die Farben vom Discounter am besten gefallen, weil man lauwarmes Wasser zum Auflösen verwendet", so Kennerin Silvia Schlögel. Das mache das Discounter-Produkt "sehr kindgerecht". Und sonst?

"Dann kommt aus meiner Sicht der Klassiker von Heitmann mit heißem Wasser. Die Tablette braucht länger. Und wenn ich jetzt mit kleinen Kindern Eier färben möchte, dann sind die Naturfarben ungeeignet, weil sie mit dem Kochen zu gefährlich sind." Silvia Schlögel, Die Hauswirtschafterei

Das Naturprodukt liegt hier ganz hinten. So jedenfalls sieht es auch Selma Celic, Erzieherin im Münchner Kinderhort Nordstern-Kiddies: "Ich bräuchte - je nach dem, wie viele Farben ich habe - mehrere Töpfe. Alle mit kochendem Wasser, die alle ich beaufsichtigen muss. Ich kann die Kinder ja nicht selbständig an den Herd lassen."

Testsieger sind die Bio-Ostereier

Für das Aussehen machen wir eine kleine Passantenumfrage. Die gefärbten Eier werden in drei Körbe gelegt, die der jeweiligen Marke zugeordnet sind. Natürlich wissen die Tester nicht, welche der Marken sich in welchem Korb befindet. Das Ergebnis: Die Biofarben liegen vorn. Damit haben sie einen zweiten Punkt - und gewinnen in unserem Check.