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Osram soll verkauft werden – Rückendeckung durch IG Metall | BR24

© BR/Ralf Schmidberger

Der Münchner Lichtkonzern Osram steht kurz vor der Übernahme durch amerikanische Finanzinvestoren. Osram verteidigt den Schritt, die IG Metall stimmt auch zu – unter bestimmten Bedingungen.

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Osram soll verkauft werden – Rückendeckung durch IG Metall

Der Münchner Lichtkonzern Osram steht kurz vor der Übernahme durch amerikanische Finanzinvestoren. Osram verteidigt den Schritt, die IG Metall stimmt auch zu – unter bestimmten Bedingungen.

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Osram-Chef Olaf Berlien verteidigt die mögliche Übernahme durch die Finanzinvestoren Bain Capital und Carlyle. Für die Aktionäre sei der angebotene Preis von knapp 3,4 Milliarden Euro sehr attraktiv, sagte Berlien.

Osram sieht in der Übernahme eine Chance

Für das Münchner Unternehmen mit seinen 26.000 Mitarbeitern biete sich die Chance, Investitionen zu finanzieren, für die Osram ansonsten kein Geld hätte. Dem Bayerischen Rundfunk sagt Berlien, dass die Investoren Osram helfen würden, durch weitere Investitionszusagen andere Unternehmen zuzukaufen. Osram werde also größer werden.

"Bain und Carlyle sind die richtigen Investoren zur richtigen Zeit. Weil sie große Fonds sind, die Milliarden an Vermögen haben und uns gut für unsere zukünftige Strategie unterstützen können." Olaf Berlien, Vorstandsvorsitzender Osram

Finanzinvestoren wollen zukunftsweisende Technologien ausbauen

Die zwei Investoren Bain Capital und Carlyle betonten in ihrer Stellungnahme ebenfalls, dass sie "umfangreiche Investitionen in zukunftsweisende Technologien" tätigen wollten. Laut Berlien wollen die zwei US-Unternehmen die Übernahme großenteils mit eigenem Geld finanzieren und nicht auf Kredit: 2,6 Milliarden Euro steuerten Bain Capital und Carlyle selbst bei.

Osram-Chef: Kein Angst vor Heuschrecken

Für die Angst, Osram könne in die Hände von Heuschrecken fallen, gibt es laut Berlien bei Bain Capital und Carlyle keinen Anlass.

"Osram bleibt ein eigenständiges Unternehmen. Die Patente und Technologien bleiben bei uns." Olaf Berlien, Vorstandsvorsitzender Osram.

IG Metall trägt Entscheidung für Osram-Verkauf mit

Die IG Metall erhebt gegen die geplante Übernahme keine grundsätzlichen Einwände. Die Gewerkschaft fordert aber von Vorstand und Eigentümern, wie vor zwei Jahren vereinbart, die deutschen Standorte zu erhalten und auszubauen. Klaus Abel, Unternehmensbeauftragter der IG Metall für Osram und stellvertretender Aufsichtsratsvorsitzender, sagte dem BR, dass man die Entscheidung mittrage.

"Wir erwarten, dass es auch mit dem neuen Investor möglich ist, Osram zukunftsfähig zu entwickeln, Standorte zu erhalten und den Beschäftigten eine Perspektive zu geben." Klaus Abel, IG Metall

Nach der Übernahme soll Osram von der Börse genommen werden

Bain Capital und Carlyle bieten den Aktionären 35 Euro je Aktie, die Frist läuft bis Anfang September. Bedingung ist, dass die Eigentümer von 70 Prozent der Aktien zustimmen. Dann wollen die Investoren Osram von der Börse nehmen.