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Bildrechte: picture alliance / dpa / Armin Weigel

Bei Osram in Regensburg werden 120 Arbeitsplätze gestrichen. Das hat die IG Metall mitgeteilt. Vor allem Stellen in der Verwaltung sind demnach betroffen. Der Konzern ist erst vor wenigen Monaten von AMS übernommen worden.

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Osram plant Streichung von 120 Stellen in Regensburg

Bei Osram in Regensburg werden 120 Arbeitsplätze gestrichen. Das hat die IG Metall mitgeteilt. Vor allem Stellen in der Verwaltung sind demnach betroffen. Der Konzern ist erst vor wenigen Monaten von AMS übernommen worden.

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Von
  • Guido Fromm

Gut ein Dreivierteljahr nach der Übernahme von Osram durch den österreichischen Sensorikspezialisten AMS sollen bei Osram Semiconductors in Regensburg 120 Stellen wegfallen. Diese Zahl bestätigte Olga Redda, die 2. Bevollmächtigte der IG Metall Regensburg, dem Bayerischen Rundfunk. Zuvor hatte das "Handelsblatt" berichtet, dass in der Münchner Osram-Zentrale 140 Stellen und weitere in Regensburg wegfallen sollen.

Betroffen ist die Verwaltung

Ein Osram-Sprecher wollte auf BR-Anfrage die Zahl nicht bestätigen. Richtig sei aber, dass es einen Stellenabbau geben werde. Betroffen sei vor allem die Verwaltung, nicht die Fertigung. Anfang kommender Woche werde es Gespräche mit der Arbeitnehmervertretung geben, sagte der Sprecher weiter. Der Stellenabbau werde so sozialverträglich wie möglich erfolgen, z.B. über Freiwilligen- und Altersteilzeitprogramme.

Belegschaft wurde schon informiert

Die Betroffenen in München wurden am Mittwoch, die in Regensburg am Donnerstag informiert. Dem Vernehmen nach sind Bereiche mit Doppelstrukturen von AMS und Osram Semiconductors im Fokus. Allerdings hatte AMS laut IG Metall im Rahmen der Übernahme fusionsbedingte Kündigungen eigentlich ausgeschlossen. Auch hatten IG Metall und Osram Semiconductors in Regensburg eine Standortsicherung vereinbart.

Gewerkschaft kritisiert "Hauruck"-Aktion

Die Gewerkschaft spricht von einer "Hauruck"-Aktion, bei der die Arbeitnehmerseite noch keine Möglichkeit gehabt habe zu prüfen, ob der Stellenabbau auch so, wie jetzt offenbar vorgesehen, tatsächlich umgesetzt werden müsse. Am Standort Regensburg arbeiten rund 2.500 Beschäftigte.

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