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Osram-Aktionäre treffen sich - wohl zum letzten Mal | BR24

© BR/Karsten Böhne

Wohl zum letzten Mal findet heute in München die Hauptversammlung von Osram statt. Denn in wenigen Monat könnte der Lichtkonzern Teil von AMS aus Österreich werden. Und dieser hat schon durchblicken lassen: Es dürfte sich einiges verändern.

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Osram-Aktionäre treffen sich - wohl zum letzten Mal

In München findet heute die Hauptversammlung von Osram statt - wahrscheinlich zum letzten Mal, bevor der Konzern österreichisch wird. Denn in wenigen Monat könnte der Lichtkonzern Teil von AMS werden. Und der möchte in Zukunft mehr Einfluss nehmen.

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Es dürfte wahrscheinlich die letzte Hauptversammlung von Osram als eigenständiges Unternehmen sein. Denn der Lichtkonzern aus München wird österreichisch: Osram steckt gerade mitten in der Übernahme durch den Sensorspezialisten AMS - und der hatte erst kürzlich bekannt gegeben, dass er seinen Einfluss bei Osram weiter ausbauen möchte.

AMS möchte nach Osram-Übernahme mehr Einfluss

Das ist eines der Themen, das die Aktionäre auf der Hauptversammlung in München heute bewegen dürfte. AMS hat bereits knapp 60 Prozent der Anteile eingesammelt, noch im ersten Halbjahr könnten die Kartellbehörden grünes Licht geben.

Im Anschluss will AMS seinen Einfluss weiter ausbauen und einen sogenannten "Beherrschungs- und Gewinnabführungsvertrag" anstreben. Das bedeutet unter anderem Zugriff auf die Finanzmittel der Münchner. Dazu braucht AMS die Zustimmung einer Mehrheit von mindestens 75 Prozent auf einer außerordentlichen Hauptversammlung.

Osram hat die Krise noch nicht beendet

Auf dem regulären Aktionärstreffen heute liegen die Stimmrechte allerdings noch bei den alten Eigentümern und noch nicht bei AMS. Das gilt so lange, bis das Geschäft in ein paar Monaten abgeschlossen ist. Trotzdem haben die Österreicher auch so knapp 20 Prozent der Aktien in ihrem Besitz.

Wenn Osram-Chef Olaf Berlien heute auf das vergangene Geschäftsjahr zurückblickt, bringt er keine guten Zahlen mit. Umsatz und Gewinn sind eingebrochen, vor allem wegen der schwachen Nachfrage aus der Autoindustrie. Nur für das erste Quartal konnte Osram einen Mini-Gewinn vermelden.

Gewerkschaft fürchtet Stellenabbau bei Osram

Zusammen mit dem Apple-Zulieferer AMS wollen die Münchner zu alter Stärke zurückfinden. Berlien sieht in dem Zusammenschluss Chancen – er hat aber auch Sorge, dass die Integration sehr schwierig werden könnte. Die IG Metall hingegen ist skeptisch, sie befürchtet die Zerschlagung von Osram und den Verlust von Arbeitsplätzen.