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Ein Osram-Gebäude im Münchner Nordosten

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    Aktionäre sollen Eingliederung von Osram in AMS absegnen

    Fast hundert Jahre war Osram ein Teil von Siemens, bevor der Lichttechnik-Konzern 2013 an die Börse gebracht wurde. Nach sieben Jahren soll es aber mit der Unabhängigkeit wieder vorbei sein. Der österreichische Halbleiterkonzern AMS übernimmt.

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    Von
    • Stephan Lina

    Nach sieben Jahren Unabhängigkeit von Siemens übernimmt nun österreichische Halbleiterkonzern AMS den Münchener Lichttechnik-Konzern Osram. Bei einer außerordentlichen Hauptversammlung entscheiden die Osram-Aktionäre heute endgültig über die Zukunft der Firma. Einziger Tagesordungs-Punkt: Ein sogenannter Beherrschungs- und Gewinnabführungs-Vertrag.

    Wie konnte es so weit kommen? Das ist bis heute der Tenor bei vielen Osram-Mitarbeitern, wenn es um die Übernahme ihres Konzerns durch die ungleich kleinere Firma AMS geht. Auch Osram-Chef Olaf Berlien sagte kürzlich in einem Interview, er bedauere, vor einigen Jahren nicht umgekehrt gehandelt und AMS übernommen zu haben.

    Zustimmung zur Übernahme durch AMS gilt als sicher

    Mit der heutigen Hauptversammlung, die als virtuelles Eigentümer-Treffen stattfindet, sichert sich nun der neue Mehrheitsaktionär aus Österreich aller Voraussicht nach den Durchgriff bei Osram. Die dafür nötige Zustimmungsquote von mindestens 75 Prozent gilt angesichts der Mehrheitsverhältnisse als nahezu sicher. AMS hält bereits mehr als 70 Prozent, außerdem stockten die Österreicher erst gestern ihr Abfindungsangebot an die restlichen Aktionäre noch einmal auf.

    Wie es nach der Übernahme weitergeht ist umstritten. Auf Gewerkschaftsseite gibt es Befürchtungen, dass Osram nach Jahren des ständigen Umbaus de facto eine Zerschlagung und weiterer Stellenabbau drohen könnte. Konzernchef Berlien wiederum sah das Unternehmen zuletzt gut aufgestellt.

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