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BGH-Urteil: Ortlieb setzt sich gegen Amazon durch | BR24

© ARD / Bernd Wolf

Der Fahrradtaschen-Hersteller Ortlieb aus dem mittelfränkischen Heilsbronn darf dem Internet-Riesen Amazon verbieten, seinen Markennamen in Google-Anzeigen zu verwenden. Das hat der Bundesgerichtshof in Karlsruhe heute entschieden.

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BGH-Urteil: Ortlieb setzt sich gegen Amazon durch

Der Fahrradtaschen-Hersteller Ortlieb aus dem mittelfränkischen Heilsbronn darf dem Internet-Riesen Amazon verbieten, seinen Markennamen in Google-Anzeigen zu verwenden. Das hat der Bundesgerichtshof in Karlsruhe heute entschieden.

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Der Fahrradtaschen-Hersteller Ortlieb sieht sich durch das heutige Urteil des Bundesgerichtshofs (BGH) gegen den Internet-Händler Amazon gestärkt. Das Karlsruher Gericht hatte heute bestätigt, dass Ortlieb dem Internet-Händler Amazon verbieten kann, den Markennamen Ortlieb in Anzeigen bei Google zu verwenden. Amazon hatte in derartigen Anzeigen, sogenannten Google-Ads, auch zu Angeboten anderer Hersteller verlinkt. Dagegen hatte das Heilsbronner Unternehmen geklagt.

Urteil: Stärkung von Marken im Allgemeinen

Das mittelständische Unternehmen erklärte, das Urteil bestärke nicht nur die eigene Vertriebsstrategie, die einen Vertrieb über Amazon bewusst ausschließt. "Es ist gleichzeitig auch eine klare Stärkung von Marken im Allgemeinen." Gerade in Zeiten großer Internetplattformen sei Markenhoheit für mittelständische Unternehmen wichtiger denn je. Dies sei auch für die Verbraucher wichtig, die andernfalls eine "wettbewerbsrechtlich fragwürdige Konzentration auf wenige, große Marken" befürchten müssten.

Unternehmen mit rund 235 Mitarbeitern in Heilsbronn

Das Urteil aus Karlsruhe sei auch wichtig für den Fortbestand des Gütesiegels "made in germany", heißt es in der Unternehmensmitteilung. Das Unternehmen produziert wasserdichte Taschen für Fahrräder und Outdoorsportarten, die es am Firmensitz in Heilsbronn (Lkr. Ansbach) entwickelt und auch produziert. Nach eigenen Angaben beschäftigt es rund 235 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter.