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OPEC-Länder wollen Ölpreisverfall stoppen | BR24

© dpa/ picture alliance

Ölraffinerie

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    OPEC-Länder wollen Ölpreisverfall stoppen

    Eine mögliche Förderbremse der OPEC-Staaten, die in Algier verhandeln, hat dem Ölpreis etwas Auftrieb gegeben. Die Mitgliedsstaaten des Förderkartells sitzen auf drei Vierteln aller bekannten Reserven. Von Felix Lincke.

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    Der niedrige Ölpreis lastet schwer auf den Staatshaushalten vieler Förderländer. Größtes Problem ist für sie das Fracking-Öl aus den USA, das den Preis pro Fass von 130 auf 30 Dollar gedrückt hat, zusammen mit einer schwächeren Nachfrage vor allem in China. Erstes Ziel der OPEC-Länder wäre es, den Preis wenigstens über 50 Dollar stabil zu halten. Wenn jedoch einige Länder wie Iran, Libyen oder Nigeria ihre Förderung ausweiten, um an den Markt zurück zu kehren, bleibt das Überangebot bestehen. Zu einer deutlichen Drosselung, mit der sich das Problem lösen ließe, ist derzeit niemand bereit.

    Finanzielle Not drängt Länder zum Ölverkauf

    Einige Förderländer versuchen, so viel wie möglich zu verkaufen. Wenn ihre Regierungen nur an die eigenen Staatseinnahmen denken, werden die Absprachen für die Liefermengen unterlaufen. Je größer die finanziellen Nöte in Ländern wie Venezuela und auch in Russland werden, umso größer ist die Versuchung, das mit zusätzlichen Verkäufen abzufedern. Als Gastgeberland der Ölkonferenz appellierte Algerien an die Verantwortung, sich zu einigen, um einen weiteren Preis-Schock zu verhindern.