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Österreich will trotz Fachkräftemangel die Fördergelder kürzen | BR24

© BR/Sylvia Bentele

Blick in die Küche eines Restaurants.

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    Österreich will trotz Fachkräftemangel die Fördergelder kürzen

    In Österreich fehlen Fachkräfte vor allem in der Metallbranche, der Gastronomie und der IT. Gewerkschaften und Sozialverbände fordern schon länger tiefgreifende Reformen. Trotzdem plant die Regierung, die Arbeitsmarktförderung zu kürzen.

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    Die Konjunktur läuft gut und die Arbeitslosenquote ist im Juli auf knapp sieben Prozent weiter gesunken. Doch für den Fachkräftemangel in Österreich gibt es kein Sommerloch, im Gegenteil: Laut Wirtschaftskammer fehlen im IT-Bereich, in der Metallbranche und in der Gastronomie Arbeitnehmer. Und auch die wichtige Tourismusbranche hat Probleme: Dem Tourismusbarometer 2018 zufolge macht ein Drittel der rund 200 befragten Unternehmen weniger Angebote, weil Fachkräfte fehlen.

    Gewerkschaften fordern bessere Bezahlung für Azubis

    Ob Mangelberufe wie Dreher, Fräser, Köche oder Krankenpfleger: Laut Gewerkschaft müssen sich Unternehmen auch an die eigene Nase fassen. In den vergangenen zehn Jahren seien 10.000 der rund 38.000 Ausbildungsbetriebe verloren gegangen. Die Forderung: Das Aufwerten der Lehre und neue Lehrberufe wie E-Commerce-Kaufmann oder -frau und vor allem bessere Bezahlung. Gewerkschaften, Sozialverbände, SPÖ- und Grünen-Politiker kritisieren auch die geplanten Kürzungen, die die schwarz-blaue Regierung bei der Arbeitsmarktförderung AMS plant.

    Abschiebung von Fachkräften verschärft das Problem

    Außerdem steht die mögliche Abschiebung von rund 950 Asylbewerbern unter 25 Jahren in der Kritik. Sie machen eine Lehre in Mangelberufen und haben negative Asylbescheide erhalten. Ökonomen, Juristen, Grüne oder die NEOS diskutieren nun politische Lösungen wie ein Lehrlingsvisum. Rund 56.000 Menschen haben die Petition Ausbildung statt Abschiebung unterschrieben, darunter Kabarettist Josef Hader und Skilegende Hermann Maier.

    Sendung

    B5 Wirtschaft und Börse

    Autor
    • Andrea Beer
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