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Ölpreis im Keller - Verbraucher stürmen Onlineportale | BR24

© BR / Rigobert Kaiser

Preisrutsch bei Öl und Heizöl

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Ölpreis im Keller - Verbraucher stürmen Onlineportale

Wegen des Corona-Virus ist der Ölpreis in der vergangenen Nacht um rund 30 Prozent eingebrochen. Da sich zudem die OPEC und Russland streiten, kostet das Barrel der Nordseesorte Brent gut 36 Dollar. Die Verbraucher sind schon auf Schnäppchenjagd.

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Das gab es schon lange nicht mehr: Nur noch 54 Cent inklusive Mehrwertsteuer kostet im Bundesdurchschnitt der Liter Heizöl im Moment. Das sind zehn Prozent weniger als am vergangenen Freitag und über 20 Prozent weniger als zu Jahresbeginn. Kein Wunder, dass die Kunden die Gunst der Stunde nutzen wollen, um ihre Tanks zu befüllen.

Kundenansturm bei Online-Portalen

Josef Weichselberger von der Dingolfinger fastenergy, einem der größten Heizölonlineportale in Deutschland, berichtet von einem plötzlichen Kundenansturm, der die Internetseiten zusammenbrechen lässt. Und das im März, in dem normalerweise Nachfrageflaute herrscht. Weichslberger spricht von einem chaotischen Tag. Selbst die Heizölhändler wüssten nicht, zu welchem Preis sie sich selbst versorgen können. Geschweige denn, welchen Preis sie ihren Kunden anbieten können. Der Dingolfinger Heizölexperte erwartet, dass sich die Lage wieder beruhigt.

Auch Tanken wird günstiger

Der Deutsche Mineralölwirtschaftsverband (MWV) wollte zunächst keine Prognose abgeben, wie stark der Preis an den Zapfsäulen fallen wird. Er verwies aber auf die schon seit Monaten parallel zum Ölpreis sinkenden Kraftstoffpreise "im harten Tankstellenwettbewerb". Demnach fiel der Benzinpreis um acht Cent auf 1,35 Euro pro Liter zurück, Diesel wurde zwölf Cent günstiger und kostete zuletzt weniger als 1,20 Euro pro Liter.

Öl bleibt billig

Kunden rät das Onlineportal fastenergy zu Gelassenheit. Corona und der OPEC-Streit würden dafür sorgen, dass Heizöl auch in den kommenden Wochen billig bleiben wird.