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Öl für 90 Tage - Die deutschen Reserven | BR24

© picture-alliance/ dpa / Waltraud Grubitzsch

Die TOTAL Raffinerie Leuna

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    Öl für 90 Tage - Die deutschen Reserven

    Nach dem Angriff auf die saudischen Öl-Felder hat sich US-Präsident Donald Trump bereit erklärt, notfalls die strategischen Öl-Reserven der Vereinigten Staaten anzuzapfen. Die Bundesregierung könnte bei Bedarf einen ähnlichen Schritt gehen.

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    Öl für 90 Tage. Nach dieser Faustformel sind in Deutschland riesige Mengen an Treibstoff für den Krisenfall eingelagert. Rechtliche Grundlage ist das sogenannte Gesetz über die Bevorratung mit Erdöl und Erdölerzeugnissen aus dem Jahre 1978. Nach den Erfahrungen des Ölpreisschocks Anfang der 70er Jahre wollte man sich unabhängiger von kurzfristigen Krisen machen und eine Art Puffer für die Versorgung einbauen.

    Rund 25 Millionen Tonnen Öl in Kavernen

    Das eingelagerte Öl entspricht der Menge, die die Bundesrepublik in einem Zeitraum von drei Monaten importiert. Das sind ungefähr 25 Millionen Tonnen, die vor allem in Kavernen in Niedersachsen unterirdisch eingelagert sind. Dazu kommen weitere inoffizielle Reserven, etwa bei Raffinerien oder in den Heizöltanks der Bundesbürger.

    Bundesregierung könnte Öl-Reserven anzapfen

    Die Bundesregierung kann den Zugriff auf die strategischen Reserven freigeben, etwa wenn ein drastischer Anstieg der Ölpreise die Konjunktur bedroht. Das tat sie zum Beispiel im Jahr 2005, als die Hurrikans Katrina und Rita eine ganze Reihe von US-Raffinerien lahmlegten.