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Öffentliche Arbeitgeber bieten 3,5 Prozent mehr in 3 Jahren an | BR24

© pa/dpa/Sachelle Babbar

Streikende in München

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    Öffentliche Arbeitgeber bieten 3,5 Prozent mehr in 3 Jahren an

    Angebot der Arbeitgeber für die 2,5 Millionen Beschäftigten im Öffentlichen Dienst: insgesamt 3,5 Prozent mehr Lohn und Gehalt auf drei Jahre verteilt. Die Gewerkschaften hatten ein Plus von 4,8 Prozent innerhalb eines Jahres gefordert.

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    Die Arbeitgeber im öffentlichen Dienst von Bund und Kommunen haben in den Tarifverhandlungen für die rund 2,5 Millionen Beschäftigten insgesamt 3,5 Prozent mehr Lohn und Gehalt in drei Schritten auf drei Jahre verteilt angeboten. Das teilten Bundesinnenministerium und kommunale Arbeitgeberverbände mit.

    Arbeitgeber: In drei Schritten 3,5 Prozent mehr Lohn

    Das Angebot der Arbeitgeberseite sieht den Angaben zufolge eine Laufzeit von 36 Monaten vor. "Es wird eine Erhöhung der Entgelte in drei Schritten angeboten, und zwar zum 1. März 2021 um 1,0 Prozent, zum 1. März 2022 um weitere 1,0 Prozent und zum 1. März 2023 um weitere 1,5 Prozent. Der erste Erhöhungsschritt wird mit einem Mindestbetrag von 30 Euro verbunden", heißt es in einer Mitteilung.

    Die Gewerkschaften fordern dagegen ein Lohn- und Gehaltsplus von 4,8 Prozent, mindestens aber 150 Euro mehr im Monat für Erzieherinnen und Erzieher, Busfahrer, Müllwerker, Rathausmitarbeiter und zahlreiche andere Angestellte.

    Gewerkschaften bezeichnen Angebot als völlig unzureichend

    Die Verhandlungsführer von Verdi und dbb, Frank Werneke und Ulrich Silberbach, haben das Arbeitgeberangebot in der Einkommensrunde für die Beschäftigten im öffentlichen Dienst von Bund und Kommunen deshalb als völlig unzureichend bezeichnet. "Die angebotenen Lohnsteigerungen sind zu gering. Insbesondere für kleinere und mittlere Einkommen bedarf es eines deutlich höheren Mindestbetrags. Die Laufzeit ist eindeutig zu lang. Die Vorschläge für das Gesundheitswesen sind geradezu respektlos. Nach warmen Worten von Politikern und Politikern im Frühjahr erhalten die Beschäftigten in den Krankenhäusern von den Arbeitgebern eine Klatsche, während sie zeitgleich schon wieder um das Leben von Corona-Patienten ringen. Auch die weiteren Forderungen und Erwartungen wie die Anhebung der Ausbildungsvergütung um 100 Euro oder die zeitnahe Ost-West-Angleichung bei der Arbeitszeit werden nicht erfüllt", erklärte Frank Werneke, Vorsitzender von Verdi. "Das ist sehr enttäuschend. Von einem Durchbruch sind wir weit entfernt."

    Dritte Verhandlungsrund nächste Woche

    Die dritte Verhandlungsrunde zwischen den Arbeitgebern von Bund und Kommunen sowie den Arbeitnehmervertretern von Verdi, dbb Beamtenbund und Tarifunion ist am Donnerstag und Freitag kommender Woche (22. und 23. Oktober) angesetzt.

    Für die kommende Woche sind auch weitere Streiks angekündigt.

    Und heute wird beispielsweise in München gestreikt.

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