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Symbolbild Handwerk

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    Oberpfälzer Unternehmen sehen Licht am Ende des Tunnels

    Knapp eineinviertel Jahre nach Beginn der Corona-Pandemie blicken die Unternehmen in der Oberpfalz wieder verhalten optimistisch in die Zukunft. Das geht aus dem neuen Konjunkturbericht der IHK Regensburg hervor. Sorgen macht die Tourismus-Branche.

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    Von
    • Norbert Bauer
    • BR24 Redaktion

    Die regionale Wirtschaft sieht offenbar zur Jahresmitte trotz Corona Licht am Ende des Tunnels. Die IHK Regensburg für die Oberpfalz und den Bereich Kelheim meldet in ihrem Konjunkturbericht einen "Teilaufschwung" und spricht von einer "positiven Tendenz".

    47 Prozent nennen ihre Lage "gut"

    "Ein Großteil der Unternehmen im IHK-Bezirk kämpft sich zurück ins Wirtschaftsleben, auch wenn die Beurteilungen zur Geschäftslage über alle Branchen noch nicht den Wert vor der Pandemie erreichen", sagt IHK-Präsident Michael Matt. Rund 47 Prozent der knapp 350 von der IHK befragten Unternehmen in der Region bewerten ihre Lage demnach derzeit wieder als "gut". Die Auftragszahlen aus dem In- und Ausland seien wieder gestiegen.

    Denn vor allem das Auslandsgeschäft stützt die Region, heißt es in dem IHK-Bericht. Die konjunkturelle Erholung in China, den USA und auch Russland wirke sich positiv auf die Auftragsbücher der ostbayerischen Industrie aus. Doch auch die Europa-Geschäfte hätten bei 40 Prozent der befragten Firmen deutlich zugelegt.

    Hohe Beschaffungskosten bereiten Probleme

    Probleme bereiten dem Großhandel und dem produzierenden Gewerbe laut IHK jedoch die explosionsartig gestiegenen Beschaffungskosten auf den internationalen Märkten, was zu Versorgungsengpässen führt. Hier hänge die weitere Entwicklung stark vom zurückgehenden Infektionsgeschehen ab, so die IHK.

    Staatliche Hilfen kommen offenbar mittlerweile an

    Die Rückmeldungen der besonders hart von den Corona-Maßnahmen betroffenen Branchen in Tourismus und Handel hätten ergeben, dass die staatlichen Hilfen mittlerweile ankommen. Dennoch stünden einige Betriebe am finanziellen Abgrund. Laut IHK geben 78 Prozent der Tourismusbetriebe und 67 Prozent der Händler an, fremde Finanzierungsmittel wie z.B. Kredite und Anleihen in Anspruch zu nehmen.

    Trotz staatlicher Unterstützung sei das Eigenkapital der Unternehmen vielfach abgeschmolzen. Die Betriebe fordern über die Überbrückungshilfe hinaus besser zugängliche Nachrangdarlehen etwa für anstehende Rückzahlungen, so die IHK. Und: "Mit der konjunkturellen Erholung und den Öffnungsperspektiven rückt der Fachkräftemangel insbesondere bei den Dienstleistern und im Tourismusgewerbe wieder mehr in den Vordergrund", sagt IHK-Präsident Matt.

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