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Schiffe liegen im Hafen von Regensburg.
© picture alliance / dpa / Armin Weigel
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Schiffe liegen im Hafen von Regensburg.

Die historisch lange Niedrigwasserphase im vergangenen Jahr hat sich deutlich auf den Schiffsgüterumschlag im Regensburger Hafen ausgewirkt, der am Dienstag seine Bilanz für 2018 vorgestellt hat. Das Minus von 22 Prozent hat der Hafen aber durch ein Plus beim Bahnumschlag abgemildert.

Plus beim Bahnumschlag

Zudem bleibt Regensburg der bayerische Hafen mit dem größten Schiffsgüterumschlag: 1,169 Millionen Tonnen waren es im vergangenen Jahr. Großteils wurden Agrargüter umgeschlagen, gefolgt von Metallerzeugnissen, Erzen und Baustoffen.

Der Bahnumschlag lag 2018 bei 1,607 Millionen Tonnen - ein Plus von 3,6 Prozent. Per Bahn wurden vor allem Zement, Mineralöl und Container umgeschlagen. Per Containerzug ist der Bayernhafen Regensburg siebenmal die Woche mit den Nordseehäfen Hamburg und Bremerhaven verbunden. Lkws verteilen die Ware in der Region.

Containerterminal muss erweitert werden

Beim Containerumschlag stößt der Regensburger Hafen inzwischen an seine Grenzen. Die Planungen zur Erweiterung des Containerterminals laufen bereits. Insgesamt plant der Regensburger Hafen in diesem Jahr Investitionen in Höhe von acht Millionen Euro. 2018 waren es neun Millionen, 2017 sogar 14 Millionen Euro.

Auch Unternehmen investieren. So wird für den Logistikkonzern Kühne und Nagel eine 16.000 Quadratmeter große Logistikanlage gebaut. Spatenstich war im Januar. Der Regensburger Hafen sieht sich als "Verknüpfungs-Experten zwischen den Verkehrsträgern Binnenschiff, Bahn und Lkw". Am Hafen sind über 80 Unternehmen angesiedelt mit etwa 1.800 Beschäftigten. Der bayernhafen Regensburg gehört zusammen mit den Standorten Aschaffenburg, Bamberg, Nürnberg, Roth und Passau zur bayernhafen Gruppe.