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Shell muss Emissionen verringern

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    Niederlande: Gericht zwingt Shell zu Verringerung von Emissionen

    Ein niederländisches Gericht hat Royal Dutch Shell zu einer Verringerung seiner klimaschädlichen Emissionen verpflichtet. Der Ölkonzern müsse bis 2030 den Ausstoß um 45 Prozent gegenüber 2019 vermindern.

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    Ein niederländisches Gericht zwingt den Ölkonzern Shell zur Reduzierung seines CO2-Ausstoßes. Shell sei verpflichtet, bis Ende 2030 den Ausstoß durch den Mutterkonzern, seine Tochterfirmen und Zulieferer zu vermindern, und zwar um 45 Prozent gegenüber 2019. Das entschied ein Gericht in Den Haag. Geklagt hatten sieben Organisationen und über 17.000 Bürger. Sie hatten von Shell einen stärkeren Einsatz gegen den Klimawandel gefordert.

    Shell habe nichts gegen die Erderwärmung unternommen

    Der Konzern mit Hauptsitz im niederländischen Den Haag verursacht nach Schätzungen der Organisation "Friends of the Earth", die den Prozess initiierte, rund neun Mal mehr CO2 als die Niederlande. Die Organisation hatte argumentiert, dass der Konzern nichts gegen die dadurch verursachte Erderwärmung unternommen habe, obwohl er seit 60 Jahren von den schädlichen Folgen des Öl- und Gasverbrauchs gewusst habe. Das Gericht wies zwar die Klagen der mehr als 17.000 Einzelpersonen ab, gab aber den Organisationen, die das Gemeinschaftsinteresse vertraten, recht.

    Gericht: Ölkonzern muss Klimapolitik ändern

    Der Prozess begann im Dezember 2020. Den Klägern zufolge handelt es sich um das erste Verfahren, bei dem ein internationaler Konzern von einem Gericht zu einer Änderung seiner Klimapolitik aufgerufen wurde. Die Organisation "Friends of the Earth" hatte bereits im Februar gemeinsam mit mehreren Bauern aus Nigeria einen Sieg gegen Shell erzielt. Damals hatte ein niederländisches Gericht den Konzern zur Zahlung von Schadensersatz verurteilt. Es ging um Ölverschmutzung im Nigerdelta. Beide Verfahren gelten als wegweisend für die Haftung und Verantwortlichkeit großer Konzerne.

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