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Umsatzrückgang in Coburg: Brose veröffentlichte die Zahlen für das Geschäftsjahr 2018.
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Umsatzrückgang in Coburg: Brose veröffentlichte die Zahlen für das Geschäftsjahr 2018.

Im vergangenen Jahr hat der Zulieferer mit rund 6,3 Milliarden Euro einen Umsatz knapp unter Vorjahresniveau erwirtschaftet. Als Grund für den Umsatzrückgang gibt das Unternehmen die abschwächende Konjunktur in der Mobilindustrie an. Weitere Ursachen seien ungeplante Kosten beim Anlauf neuer Produkte und Aufwendungen zur Qualitätssicherung. So wird der Vorsitzende der Geschäftsführung Kurt Sauernheimer in einer Meldung des Unternehmens zitiert.

Kostensenkung als Antwort auf steigende Preise

Gleichzeitig haben die Vorleistungen in Produkte für die kommenden automobilen Trends zu Personalaufbau und höheren Investitionen geführt. Dadurch seien die Fixkosten überproportional gestiegen. Höhere Rohstoffpreise, Strafzölle und Sondersteuern hätten die Rendite zusätzlich belastet. Auch wenn sich Brose besser als der globale Automobilmarkt entwickelt hätte, könne man mit dem Ergebnis nicht zufrieden sein. Deshalb wurde ein Programm zur Kostenreduktion gestartet, um die Wettbewerbsfähigkeit der Brose Gruppe zu stärken.

Brose geht mit der Zeit

Bis 2021 investiert das Familienunternehmen zudem rund 1,5 Milliarden Euro in die Entwicklung neuer Produkte, technische Anlagen und den weltweiten Ausbau von Standorten. Aber es soll auch ein Sparprogramm zur Kostensenkung geben. Der Automobil-Zulieferer will seine Organisation verschlanken, die Wettbewerbsfähigkeit steigern und den Technologiewandel der Autoindustrie mitgestalten.

Elektronik als Chance

Die Zukunft sieht man bei Brose recht optimistisch. In den neuen Mobilitätstrends lägen mehr Chancen als Risiken. Innovative Produkte wie selbsttätig öffnende Türen, flexible Lösungen für den Innenraum oder Thermalmanagement für E-Fahrzeuge böten dem Automobilzulieferer Möglichkeiten für weiteres Wachstum, heißt es in der Pressemeldung.