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Neukunden der Münchner Stadtsparkasse drohen Negativzinsen | BR24

© BR/Gabriel Wirth

Nun drohen auch Privatkunden der Münchner Stadtsparkasse Negativzinsen auf ihre Einlagen. Allerdings sind nur Neukunden von der Entscheidung betroffen, zudem soll es im Ernstfall eine Freigrenze von 100.000 Euro, bei Ehepaaren von 200.000 Euro geben.

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Neukunden der Münchner Stadtsparkasse drohen Negativzinsen

Nun drohen auch Privatkunden der Münchner Stadtsparkasse Negativzinsen auf Einlagen. Allerdings sind nur Neukunden von der Entscheidung betroffen, zudem soll es im Ernstfall eine Freigrenze von 100.000 Euro, bei Ehepaaren eine von 200.000 Euro geben.

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Privatkunden der Münchner Stadtsparkasse müssen Negativzinsen auf ihre Einlagen befürchten. Die größte bayerische Sparkasse habe sich entschieden, für Kunden, die ein neues privates Giro- oder Cashkonto eröffnen, ab 1. Oktober 2019 eine Zusatzvereinbarung einzuführen, die es ermögliche, Verwahrentgelt auf diesen Konten zu einem späteren Zeitpunkt zu berechnen, teilte die Bank mit.

Negativzinsen für die Privatkunden soll es erst dann geben, falls andere Geldinstitute von ihren Kunden Strafzinsen verlangen. Dann befürchtet die Bank, dass Kunden ihr Geld im großen Stil zur Stadtsparkasse München transferieren.

Sparkasse München sichert sich gegen zu viel "geparktes Geld" ab

Neukunden müssen sich zudem auch auf diese sogenannten Verwahrentgelte einstellen, falls die Europäische Zentralbank ihren Einlagenzins noch weiter absenkt. Der Einlagenzins liegt aktuell bei Minus 0,5 Prozent.

Die Stadtsparkasse hat zudem entschieden, bestimmte Prämiensparverträge zum 31.Dezember 2019 zu kündigen. Dabei geht es um Verträge, bei denen es keine feste Laufzeit gibt und die den Höchstprämiensatz nach 15 Jahren Laufzeit erreicht haben.

Nicht nur Sparkasse versucht Alt-Verträge zu kündigen

Die Bank beruft sich auf eine entsprechende Entscheidung des Bundesgerichtshofs. Demnach ist eine ordentliche Kündigung dieser Verträge rechtlich zulässig, sobald die jeweils höchste Prämienstaffel erreicht wurde. Zahlreiche Banken versuchen derzeit, diese gut verzinsten Alt-Verträge loszuwerden und haben ähnliche Schritte angekündigt.

© BR

Die Stadtsparkasse München reagiert auf die Nullzinspolitik der Europäischen Zentralbank: Neukunden müssen sich ab dem 1. Oktober auf Strafzinsen einstellen. Außerdem kündigt die Stadtsparkasse 28.000 Prämiensparverträge.