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Neues Verfahren zum Online-Bezahlen wird erst später Pflicht | BR24

© BR/Ralf Schmidberger

Dass Käufer im Internet mit wenigen Klicks bequem bezahlen können, freut Händler und Kunden, aber auch Kriminelle. Ein neues Gesetz soll Betrug ab September Einhalt gebieten. Doch Unternehmen und Banken schlagen Alarm – und finden nun Gehör.

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Neues Verfahren zum Online-Bezahlen wird erst später Pflicht

Dass Käufer im Internet mit wenigen Klicks bequem bezahlen können, freut Händler und Kunden, aber auch Kriminelle. Ein neues Gesetz soll ab September dem Betrug Einhalt gebieten. Doch Unternehmen und Banken schlagen Alarm – und finden nun Gehör.

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Wer bisher im Netz auf Einkaufstour geht, hat es beim Bezahlen leicht: Oft muss der Käufer nur seine Kreditkartennummer, sein Passwort bei entsprechendem Online-Shop oder eine TAN von einer Liste angeben. Ein neues Gesetz soll dieses einfache Bezahlsystem schon bald deutlich einschränken.

Ab 14. September tritt eine gesetzliche Pflicht, die sogenannte Zwei-Faktor-Authentifizierung, in Kraft. Der zufolge muss sich ein Internetkäufer beim Bezahlen mit zwei unterschiedlichen Faktoren verifizieren – wie Passwort, SMS-TAN oder Fingerabdruck.

Bankenaufsicht gewährt Frist

Was das in der Praxis bedeutet, ist selbst Zahlungsverkehrsexperten nicht ganz klar. Webshop-Betreiber, Banken und Kreditkartenfirmen hatten deshalb zuletzt Alarm geschlagen. Sie befürchten, dass viele Kunden von den neuen Regeln noch gar nichts wissen und dann genervt reagieren, wenn das Bezahlen im Internet nicht klappt.

Und nur wenige Händler sind überhaupt vorbereitet. Laut dem Kreditkartenanbieter Mastercard haben gerade mal 2 Prozent der Onlineshops die neuen Sicherheitsstandards eingeführt.

Die Bankenaufsicht Bafin will deshalb reagieren und erlauben, dass noch länger nach den alten Standards im Internet bezahlt werden kann. In anderen europäischen Ländern gibt es ebenfalls Übergangsfristen – in Großbritannien sind es beispielsweise 18 Monate.