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Wirtschaft

Neue Bundesländer holen wirtschaftlich auf | BR24

© dpa/pa/McPHOTO/C. Ohde

Symbolbild: Wegweiser West und Ost mit Geldscheinen und Geldmünzen

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    Neue Bundesländer holen wirtschaftlich auf

    Die neuen Bundesländer haben wirtschaftlich aufgeholt. Positive Entwicklungen gibt es bei der Wirtschaftskraft, aber auch auf dem Arbeitsmarkt. Allerdings zeigt sich eine Unzufriedenheit bei politischen Fragen.

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    Die neuen Bundesländer haben einem Bericht zufolge in den vergangenen Jahren wirtschaftlich aufgeholt. "Die Wirtschaftskraft Ostdeutschlands ist von 43 Prozent im Jahr 1990 auf 75 Prozent des westdeutschen Niveaus im Jahr 2018 gestiegen und entspricht damit nahezu dem Durchschnitt der Europäischen Union", zitierte das RedaktionsNetzwerk Deutschland vorab aus dem Jahresbericht Deutsche Einheit.

    Löhne, Gehälter und verfügbare Einkommen der privaten Haushalte erreichten nun etwa 85 Prozent des westdeutschen Niveaus. Der Abstand sei noch geringer, wenn die unterschiedlichen Lebenshaltungskosten in Ost und West berücksichtigt würden.

    Arbeitslosenquote gesunken

    Auch auf dem Arbeitsmarkt zeige sich eine zunehmend positive Entwicklung. So sei die Arbeitslosenquote in den neuen Bundesländern überproportional stark zurückgegangen - von 18,7 Prozent im Jahr 2005 auf 6,4 Prozent im August 2019. Im Westen habe es im gleichen Zeitraum einen Rückgang lediglich um rund fünf Prozentpunkte gegeben. Dies sei allerdings "auch der ungünstigeren demografischen Entwicklung ostdeutscher Regionen zuzuschreiben".

    Die in der Vergangenheit erfolgte Abwanderung vor allem junger, gut Qualifizierter sowie "der dramatische Geburtenrückgang zu Beginn der 1990er Jahre" sei für die neuen Bundesländer "eine erhebliche Belastung". Dies zeige sich unter anderem in wachsendem Fachkräftemangel: "Von Arbeitsmigration aus dem Ausland profitiert der Westen bislang weit mehr als der Osten Deutschlands."

    Viele Ostdeutschen fühlen sich als Bürger zweiter Klasse

    Spürbar sei jedoch eine Unzufriedenheit im Osten bei politischen Fragen: Einer Umfrage zufolge fühlten sich 57 Prozent der Ostdeutschen als Bürger zweiter Klasse. Die Wiedervereinigung halten demnach nur 38 Prozent der Befragten im Osten für gelungen. Bei Menschen unter 40 Jahren seien es sogar nur rund 20 Prozent. Knapp die Hälfte der Menschen im Osten sei eher unzufrieden mit der Funktionsweise der Demokratie.