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Neckermann-Pleite: Prozess gegen Ex-Manager vor Entscheidung | BR24

© Silas Stein/dpa

Vorständen und Aufsichtsräten des früheren Versandhändlers Neckermann wird vorgeworfen, die Pleite des Unternehmens verschleppt zu haben.

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    Neckermann-Pleite: Prozess gegen Ex-Manager vor Entscheidung

    Die Führungsriege des früheren Versandhändlers Neckermann soll 20 Millionen Euro Schadenersatz bezahlen - so will es zumindest der Insolvenzverwalter. Doch der Prozess könnte heute beendet und die Klage zurückgewiesen werden.

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    Die Chancen für Insolvenzverwalter Michael Frege stehen nicht gut, den Ex-Manager von Neckermann für die Pleite des Versandhändlers persönlich haftbar zu machen. Seinem Hauptvorwurf, dass Vorstand und Aufsichtsrat die Insolvenz früher hätten erkennen müssen, wollte das Gericht schon am ersten Verhandlungstag nicht folgen.

    Betriebsräte und Gewerkschaft konnten bezeugen, dass Neckermann zum kritischen Zeitpunkt noch Gespräche mit Investoren führte. Damals habe noch Hoffnung auf Rettung bestanden. Deshalb hatte man keine Insolvenz angemeldet und noch keinen Sozialplan gemacht für ausscheidende Mitarbeiter.

    Prozess könnte Auswirkungen auf andere Firmen haben

    Für den Insolvenzverwalter kommt es heute darauf an, angeblich unberechtigte Zahlungen der früheren Geschäftsführung genau aufzuzeigen und zu belegen, wem welche Schäden dadurch entstanden sind. Sollten die früheren Manager von Neckermann dafür gerade stehen müssen, sind Konsequenzen für andere Firmen in Not zu befürchten. Aus Angst vor persönlicher Haftung könnten Manager sich gezwungen sehen, früher Insolvenz anzumelden und weniger Rettungsversuche zu unternehmen.