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Ein Schild mit der Aufschrift BaFin steht vor der Zentrale der Bundesanstalt für Finanzdienstleistungsaufsicht in Frankfurt am Main.

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    Nach Wirecard-Skandal: Mehr Personal für Finanzaufsicht Bafin

    Der Finanzkonzern Wirecard hatte 2020 Luftbuchungen von 1,9 Milliarden Euro eingeräumt und in der Folge Insolvenz angemeldet. Nach dem Skandal steht eine Reform der Finanzaufsicht Bafin auf der Tagesordnung. Die bekommt nun 155 zusätzliche Stellen.

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    • BR24 Redaktion

    Die Finanzaufsichtsbehörde Bafin soll laut "Handelsblatt" 155 neue Stellen bekommen. Darauf hätten sich der Haushaltskontroll- und Prüfungsausschuss des Verwaltungsrats geeinigt, berichtet die Zeitung. Der Beschluss sei einstimmig gefallen. Deshalb sei es sehr wahrscheinlich, dass der gesamte Verwaltungsrat den Vorschlägen zustimmen werde, voraussichtlich am 30. April.

    Verdeckte Testkäufe geplant

    Künftig soll die Bafin etwa mit verdeckten Testkäufen überprüfen, ob Kunden ausreichend beraten werden, bevor sie Finanzprodukte kaufen, so die Pläne schon im Februar. Zugleich soll die Aufsichtsstruktur der Bafin effektiver und effizienter werden, der Präsident soll mehr Kompetenzen bekommen. Finanzminister Olaf Scholz (SPD) hatte eine umfassende Reform der Bafin angekündigt.

    Verstärkung der Bafin durch ausgebildete Spezialisten

    Unter anderem soll sie mit Experten für Wirtschaftsprüfung und Bilanzanalyse verstärkt werden. Eine sogenannte Fokusaufsicht soll die Kontrolle über komplexe Unternehmen aus einer Hand übernehmen. Um selbst Sonderprüfungen durchführen zu können, soll die Bafin zudem eine Taskforce mit besonders ausgebildeten Spezialisten bekommen.

    Vorwurf: Bafin hat bei Wirecard weitgehend versagt

    Der Bafin wird im milliardenschweren Wirecard-Betrugsskandal weitgehendes Versagen vorgeworfen. Die Bundesregierung will die Behörde nun stärken, sie soll mehr Befugnisse bekommen, um bei Verdachtsfällen aktiver eingreifen zu können. Die Bafin hat momentan rund 2.700 Mitarbeiter.

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