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Nach Thomas-Cook-Pleite: Was Geschädigte nun tun sollten | BR24

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Verbraucherschützer bezweifeln, dass die Gesamtsumme von 110 Millionen Euro reicht, um allen Betroffenen den vollen Preis zurückzuerstatten.

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Nach Thomas-Cook-Pleite: Was Geschädigte nun tun sollten

Die Pleite des Reiseveranstalters Thomas Cook hat hunderttausenden Deutschen den Urlaub verdorben. Wann sie entschädigt werden und wie hoch die Entschädigung ausfällt, ist offen. Denn die Schäden sind weit höher als die Versicherungssumme.

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Die von der Pleite des Touristikkonzerns Thomas Cook betroffenen Kunden werden nur einen Teil ihres Schadens ersetzt bekommen. Wie viel das sein wird, könne man erst sagen, wenn die Höhe der Ansprüche insgesamt abzusehen sei. Und das könne dauern, teilt der Abwickler Kaera in einem Schreiben mit.

Kunden brauchen wohl noch Geduld

Der von der zuständigen Insolvenzversicherung beauftragte Dienstleister schreibt derzeit die Kunden an und bittet um Geduld. Das Geld wird auf sich warten lassen, meint Julia Zeller von der Verbraucherzentrale Bayern.

"Im Gesetz steht etwas von 'unverzüglich'. Aber es muss erst mal alles geprüft werden. Und dann kann erst der Verbraucher befriedigt werden." Julia Zeller, Verbraucherzentrale Bayern

Noch keine Klarheit bei Buchungen für 2020

In der Branche geht man davon aus, dass die Betroffenen am Schluss wohl nur zu rund einem Viertel entschädigt werden. Denn die Schäden sind weit höher als die Versicherungssumme von 110 Millionen Euro.

Völlig im Ungewissen sind derzeit diejenigen, deren Urlaub mit einer Thomas-Cook-Marke erst im neuen Jahr starten soll. Noch sind die Reisen nicht abgesagt. Auch, wenn viele Branchenexperten zweifelten, dass diese durchgeführt würden, sagt die Verbraucherschützerin.

"Im Endeffekt kann man auch nur abwarten." Julia Zeller, Verbraucherzentrale Bayern

Denn wer jetzt einen anderen Urlaub bucht und die Thomas-Cook-Reise findet dann doch statt, müsste am Schluss noch Stornogebühr bezahlen.