Bildrechte: Umstrittene H&M-Werbung

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Nach Rassismus-Vorwurf: Randale bei H&M in Südafrika

Nach den Rassismus-Vorwürfen gegen H&M hat es in Südafrika Proteste gegen den schwedischen Bekleidungshersteller gegeben. Dabei verwüsteten Randalierer mehrere H&M-Filialen. Von Jan-Philippe Schlüter

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In mehreren H&M-Filialen haben Mitglieder der linksradikalen Partei "Kämpfer für wirtschaftliche Freiheit" (EFF) randaliert. Sie haben Schaufensterpuppen umgekippt, Kleidung aus den Regalen gerissen und auf dem Boden verteilt, Kleiderständer umgeworfen und die Diebstahlschutzanlagen an den Eingängen aus ihren Verankerungen gerissen. Die Protestierenden forderten, dass H&M sich aus Südafrika zurückzieht.

Polizei setzt Gummigeschosse ein

Besonders betroffen waren H&M-Filialen in Einkaufszentren in Johannesburg und Kapstadt. In einem Geschäft in Johannesburg hat die Polizei die Protestierenden mit Gummigeschossen vertrieben. Mehrere Filialen des schwedischen Bekleidungsriesen wurden aus Sicherheitsgründen geschlossen.

Rassistischer Pulli

Anfang der Woche hatte es in sozialen Medien weltweit einen Aufruhr wegen einer angeblich rassistischen H&M-Werbung gegeben: Ein schwarzer Junge hatte einen Kapuzen-Pulli mit der Aufschrift "Coolster Affe im Dschungel" getragen. H&M hat sich entschuldigt und den Artikel aus dem Sortiment genommen.

H&M ist erst seit gut zwei Jahren in Südafrika vertreten und hat dort großen Erfolg. Mittlerweile gibt es im ganzen Land 17 Filialen - der Konzern beschäftigt am Kap nach eigenen Angaben 1.200 Mitarbeiter.