"Fensterbau Frontale" im Nürnberger Messezentrum

Die Weltleitmesse "Fensterbau Frontale" im Nürnberger Messezentrum: 360 Aussteller zeigen ihre Neuheiten.

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    Nach Coronapause – "Fensterbau Frontale" startet in Nürnberg

    Nach Coronapause – "Fensterbau Frontale" startet in Nürnberg

    Nach zwei Jahren pandemiebedingter Pause findet in Nürnberg wieder die Weltleitmesse des Fenster-, Tür- und Fassadenbaus statt. 360 Aussteller zeigen die Innovationen der Branche. Vor vier Jahren waren es noch doppelt so viele.

    Die Fachmesse "Fensterbau Frontale" gilt als Weltleitmesse und zählte bei ihrer letzten Ausgabe 2018 100.000 Besucher. In diesem Jahr wurde sie von März auf Juli verschoben. Viele namhafte Aussteller haben ihre Teilnahme im Nürnberger Messezentrum für die "Sommeredition" abgesagt. In den kommenden Tagen zeigen deshalb 'nur' 360 Unternehmen und Aussteller Neuigkeiten und Produkte aus den Bereichen "Beschläge, Maschinen, Profile und Glas". Hand in Hand mit der Fachmesse geht die Ausstellung Holz-Handwerk.

    Zentrale Herausforderung: Fachkräftemangel

    Wie in vielen anderen Zweigen, kämpft auch die Fensterbauer-Branche mit eklatantem Fachkräftemangel. Das sei sozusagen die zentrale Herausforderung der Gegenwart und Zukunft, so Frank Lange vom Fachverband "Fenster und Fassade". Man sei dennoch bisher sehr gut durch die Corona-Pandemie gekommen, verzeichne keinen Umsatzrückgang.

    Störung der Lieferketten

    Massiv spürbar allerdings seien derzeit die Auswirkungen des Ukraine-Kriegs. Lieferketten verschiedenster Gewerke seien stark gestört. Vorlieferanten warteten auf ihr Material, könnten Termine nicht einhalten. Das ziehe sich letztlich bis zum Endkunden, der seine Fenster nicht wie bestellt bekäme und beim Hausbau folglich Verzögerungen in Kauf nehmen müsse. Ganze Prozessketten gerieten ins Schwanken. Deshalb blicke man mit gedämpften Erwartungen auf das dritte und vierte Quartal.

    Wieder mehr Holz

    Vor allem zu Hochzeiten der Corona-Pandemie fehlten Baumaterialien an allen Ecken und Enden. Diesbezüglich, so Lange, zeichne sich zumindest in punkto "Holz" eine Verbesserung ab. Diese Engpässe seien größtenteils überwunden. Sorgen bereiten aktuell eher die metallastigen Bereiche, wie Stahl und Aluminium.

    Wie ein Damoklesschwert schwebe derzeit zudem natürlich das Problem der Energieversorgung über der Branche. Könne man im Herbst und Winter überhaupt noch Produktionsanlagen aufrechterhalten? Und wenn ja, zu welchem Preis? Das Problem sei derzeit nur schwer zu beurteilen.

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