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Nach Beinahe-Blackout: Aufsichtsverfahren gegen Strombranche | BR24

© BR/Christian Avital

Die Bundesnetzagentur hat ein Aufsichtsverfahren gegen sechs Stromversorger eingeleitet. Hintergrund ist ein Vorfall vom Juni, als es fast zu einem Blackout kam. Nur das Eingreifen der Netzbetreiber konnte einen größeren Stromausfall verhindern.

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Nach Beinahe-Blackout: Aufsichtsverfahren gegen Strombranche

Die Bundesnetzagentur hat ein Aufsichtsverfahren gegen sechs Stromversorger eingeleitet. Hintergrund ist ein Vorfall vom Juni, als es fast zu einem Blackout kam. Nur das Eingreifen der Netzbetreiber konnte einen größeren Stromausfall verhindern.

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Die Bundesnetzagentur geht dem Anfangsverdacht nach, dass sechs deutsche Stromproduzenten und -händler ihrer Pflicht nicht nachgekommen sind, für ausreichend Energie im Netz zu sorgen. Im Juni war es deshalb an gleich drei Tagen zu einer starken Unterspeisung im deutschen Stromnetz gekommen. In einer Art Kettenreaktion sank dadurch die Stromfrequenz im gesamten europäischen Verbundnetz.

Eingreifen der Netzbetreiber verhinderte Blackout

Nur weil die Netzbetreiber selbst eingegriffen und Strom aus dem Ausland in das Netz eingespeist haben, war es nicht zu einem flächendeckenden Blackout gekommen. Die Bonner Behörde betonte, dass der Betrieb des Stromnetzes einen ständigen Ausgleich zwischen Stromverbrauch und Stromentnahme voraussetzt. Und dafür müssen die sogenannten Bilanzkreisverantwortlichen alle 15 Minuten sorgen. Tun sie das nicht, besteht die Gefahr eines Stromausfalls.

Bundesnetzagentur droht mit Ausschluss vom Strommarkt

Genau dieser Pflichtverletzungen geht die Bundesnetzagentur jetzt nach. Die sechs angezeigten Produzenten und Händler wurden bereits um eine Stellungnahme gebeten. Bei einem wiederholten Verstoß droht ihnen der Ausschluss aus dem deutschen Strommarkt.