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Munich Re schreibt trotz Corona schwarze Zahlen | BR24

© BR/Gabriel Wirth

Der Rückversicherer Munich Re hat im zweiten Quartal einen deutlich niedrigeren Gewinn ausgewiesen. Noch steht auch nicht fest, wie hoch weitere Corona-Ansprüche der Versicherten ausfallen werden. Der Konzern profitiert aber auch von der Pandemie.

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Munich Re schreibt trotz Corona schwarze Zahlen

Der Rückversicherer Munich Re hat im zweiten Quartal einen deutlich niedrigeren Gewinn ausgewiesen. Noch steht nicht fest, wie hoch weitere Corona-Ansprüche der Versicherten ausfallen werden. Der Konzern profitiert aber auch von der Pandemie.

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Die Munich Re leidet unter dem Ausfall von Großveranstaltungen und der Schließung von Betrieben. Der Münchner Rückversicherer hat im ersten Halbjahr allein wegen der Corona-Pandemie rund 1,5 Milliarden Euro für Schäden zurückgelegt - davon 700 Millionen im zweiten Quartal.

Wegen Corona keine Prognose bei der Munich Re

Das drückte entsprechend auf den Gewinn. Im abgelaufenen Quartal ist er um mehr als 40 Prozent eingebrochen - auf 579 Millionen Euro. Aufgrund des unsicheren weiteren Verlaufs der Pandemie wagte der Vorstandschef Joachim Wenning bei der Präsentation der Zahlen dann auch keine Jahresprognose. Genauso wie auf der Hauptversammlung der Munich Re im April.

So ist noch nicht absehbar, wie hoch die Schäden durch den Ausfall von Großveranstaltungen und der Schließung von Betrieben ausfallen. Bis jetzt wurden erst 80 Millionen Euro ausgezahlt. Der Finanzvorstand des Konzerns, Christoph Jurecka, fügte hinzu, dass man in vielen Ländern noch mitten in der ersten Welle sei.

Folgen von Explosion in Beirut noch offen

Dazu kommt, dass die Munich Re voraussichtlich auch für Schäden durch die Explosion in Beirut eintreten muss. Zur Größenordnung könne man noch nichts sagen, man fühle mit den Opfern, so Jurecka.

Absicherung ist gefragt – auch bei höheren Prämien

Doch es gibt offenbar auch Entwicklungen, die positiv für das Geschäft des Rückversicherers sind. So ist gerade in Krisenzeiten das Bedürfnis nach Absicherung sehr hoch, und davon profitiert der Konzern. Zum einen sind die Beitragseinnahmen zuletzt stark gestiegen und zum anderen kann die Munich Re höhere Prämien für ihre Versicherungen verlangen. Im Schnitt stiegen die Preise um rund drei Prozent.

Der Vorstand versprach den Aktionären, an der Dividendenstrategie festzuhalten, das heißt, es soll auch künftig mindestens eine Dividende in Vorjahreshöhe ausbezahlt werden.

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