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Munich Re rechnet mit steigenden Versicherungsbeiträgen | BR24

© Gabriel Wirth/BR

Rückversicherer Munich Re mit Branchenausblick

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Munich Re rechnet mit steigenden Versicherungsbeiträgen

Corona, steigende Computerkriminalität und Naturkatastrophen - Versicherungen sind derzeit stark gefordert. Beim Münchner Rückversicherer Munich Re geht man davon aus, dass die Prämien für die Kunden steigen werden.

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Bei der Munich Re schätzt man, dass die Corona-Pandemie allein in diesem Jahr die Versicherungen weltweit 30 bis 107 Milliarden Dollar kosten wird. Eine genauere Schätzung sei zum jetzigen Zeitpunkt noch nicht möglich, da man noch nicht abschätzen könne, wie sich die Pandemie weiterentwickele, erklärte Doris Höpke bei einem virtuellen Medientreff. Höpke ist im Vorstand für Europa und Lateinamerika zuständig.

Höhere Versicherungsbeiträge für 2020 erwartet

Die Geschäftsführung erwartet in diesem Jahr höhere Versicherungsbeiträge. Um wie viel die Prämien im Schnitt steigen, könne sie nicht sagen, das hänge von der Branche und den Kunden ab. Beim Rückversicherer wies man aber auch noch einmal daraufhin, dass die wirtschaftlichen Folgen der Corona-Pandemie nur zum Teil versicherbar sind. Weltweite Betriebsunterberechnungen über einen längeren Zeitraum kann man nach Meinung des Konzerns nicht versichern.

Steigende Nachfrage nach Cyber-Versicherungen

Und die Pandemie hat noch eines gezeigt, die Nachfrage nach Cyber-Versicherungen ist gestiegen, aus gutem Grund. Denn viele arbeiten mittlerweile von zuhause aus und dadurch steigen die Risiken für die Unternehmen. So ist die Zahl der Hackerangriffe im März um 148 Prozent nach oben geschnellt. Die Munich Re rechnet, dass sich der Markt für Cyberversicherungen in den nächsten fünf Jahren nahezu verdreifachen wird, von derzeit rund sieben Milliarden, auf dann 20 Milliarden Dollar.