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Munich Re: Naturkatastrophen richten Milliarden-Schaden an | BR24

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Wir erleben bereits die Folgen des Klimawandels - da sind sich die Klimawissenschaftler der Munich Re sicher. Katastrophen wie Taifune in Japan oder Buschbrände in Australien haben besonders großen Schaden angerichtet. Es gibt aber auch Hoffnung.

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Munich Re: Naturkatastrophen richten Milliarden-Schaden an

Wir erleben bereits die Folgen des Klimawandels - da sind sich die Klimawissenschaftler der Munich Re sicher. Katastrophen wie Taifune in Japan oder Buschbrände in Australien haben besonders großen Schaden angerichtet. Es gibt aber auch Hoffnung.

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Naturkatastrophen haben im Jahr 2019 laut Zahlen des Rückversicherers Munich Re einen Gesamtschaden von 150 Milliarden US-Dollar (ca. 135 Milliarden Euro) verursacht. Insgesamt ist das zwar der Durchschnitt der letzten dreißig Jahre, doch schaut man genauer hin, sind Flutschäden häufiger aufgetreten. Eine Art von Naturkatastrophen war 2019 dafür besonders verantwortlich.

Teuerste Naturkatastrophe: Wirbelstürme mit Starkregen

Schwere Taifune in Japan haben die höchsten Schäden des Jahres verursacht: Innerhalb von anderthalb Monaten trafen mit Hagibis und Faxai zwei ähnlich starke tropische Wirbelstürme den Großraum Tokio. Die beiden Zyklone waren gemessen an den Gesamt- und den versicherten Schäden die teuersten Naturkatastrophen des Jahres. Nach vorläufigen Schätzungen betrugen die Gesamtschäden durch Hagibis 17 Milliarden US-Dollar. Davon waren etwa zehn Milliarden versichert.

"Die Taifunsaison zeigt, dass wir in unseren Risikobewertungen Trends durch den Klimawandel berücksichtigen müssen. Insbesondere häufen sich Wirbelstürme mit extremen Niederschlägen." Ernst Rauch, Klima- und Geowissenschaftler der Munich Re

Neben Schäden durch Flutkatastrophen haben die Klimaexperten die Gründe für die starken Buschfeuer in Australien analysiert.

Deshalb sind die Buschfeuer in Australien so heftig

In Australien begann die Waldbrandsaison sehr heftig aufgrund der hohen Temperaturen und der trockenen Luft – so die Experten der Munich Re. Diese Kombination hat es in sich: Viel brennbares Buschwerk kann sich leicht entzünden. Auch weil der Niederschlag in der kühlen Jahreszeit fast ausgeblieben ist.

Das hat zu einem frühen Beginn der Waldbrandsaison in New South Wales im November geführt. Die Schäden durch die Waldbrände waren erheblich, obwohl Sydney selbst von den Flammen nicht erreicht wurde. Der Höhepunkt der Waldbrandsaison ist jedoch erst in den Hochsommermonaten Januar und Februar zu erwarten.

Klimawandel verantwortlich für Buschbrände?

Zwar lassen sich einzelne Ereignisse nicht direkt auf den Klimawandel zurückführen. Jüngste Studien haben jedoch gezeigt, dass langfristig begünstigende Umweltbedingungen für Buschfeuer insbesondere im Süden und Osten Australiens häufiger geworden sind.

Zyklon richtet in Mosambik humanitäre Katastrophe an

Die folgenschwerste humanitäre Katastrophe des Jahres 2019 war laut der Munich Re der Zyklon Idai, der im März 2019 in Mosambik und Nachbarländern gewütet hat. Mehr als 1.000 Menschen starben, Hunderttausende verloren ihr Hab und Gut. Idai traf bei der Hafenstadt Beira, der zweitgrößten Stadt Mosambiks.

Die extremen Folgen zeigen eindringlich, dass gerade in ärmeren Ländern Menschenleben und hart erarbeitetes Wohlstandswachstum besser geschützt werden müssen.

Pfingstunwetter in München: Schaden von einer Milliarde Dollar

In Europa zogen Hitzewellen und Gewitter im Sommer Schäden von 2,5 Milliarden Dollar nach sich, allein das Pfingstunwetter im Großraum München schlug mit fast einer Milliarde Dollar zu Buche.

Insgesamt weniger Tote durch Naturkatastrophen

Doch es gibt auch Hoffnung: Weltweit sind im Jahr 2019 deutlich weniger Menschen bei Naturkatastrophen ums Leben gekommen. 2018 waren es noch 15.000. 2019 waren 9.000 Todesopfer zu beklagen. Das geht aus Statistiken des Rückversicherers Munich Re hervor. Damit würde sich immerhin der allgemeine Trend hin zur besseren Vorsorge bestätigen, so das Versicherungsunternehmen.

© Gabriel Wirth, BR

Katastrophen wie Taifune in Japan oder Buschbrände in Australien haben besonders großen Schaden angerichtet. Der Rückversicherer Munich Re mit einer Bilanz.