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Münz-Sammler Coinstar will in Deutschland rasant wachsen
© picture-alliance/dpa | Tobias Hase

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Stephan Lina
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Münz-Sammler Coinstar will in Deutschland rasant wachsen

Münzgeld ist Banken lästig. Die meisten Geldinstitute kassieren inzwischen satte Gebühren, wenn Kunden Kleingeld einzahlen oder wechseln. Das US-Unternehmen Coinstar sieht darin eine Marktlücke. In den USA betreibt die Firma 17.000 Münz-Sammel-Automaten, hier in Deutschland sind es bisher 350. Diese Zahl soll sich aber schnell verzehnfachen.

Automaten im Supermarkt

Das Prinzip ist simpel: Die Firma stellt in Supermärkten die Geräte auf, die etwa so groß sind wie Automaten fürs Flaschenpfand. Die Kunden werfen ihre Münzen ein und erhalten dafür einen Coupon, den sie an der Kasse einlösen können. Gerade Deutschland sei ein interessanter Markt, sagt der frühere Siemens-Topmanager Andy Mattes, der den Coinstar-Vorstand berät: "Deutschland ist hochgradig Bargeld-affin. Etwa 95 Prozent aller Transaktionen unter fünf Euro werden in Bar durchgeführt. Und der Durchschnitt aller Bargeld-Transaktionen in Deutschland liegt bei 16,67 Euro. Und da entsteht jedes Mal Kleingeld.“

Gebühr von 10 Prozent

Kostenlos ist der Service allerdings nicht. Das Unternehmen kassiert eine Provision von 10 Prozent. Wirft der Kunde also Kleingeld im Wert von 20 Euro ein, bleiben 2 Euro bei Coinstar. Das Geschäft lohnt sich. Bisher liegt der Deutschland-Umsatz der Firma bei rund 40 Millionen Euro.

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Stephan Lina

Sendung

B5 Wirtschaft kompakt vom 07.12.2018 - 06:38 Uhr