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Münchner Stadtwerke: M-net nicht vor der Pleite | BR24

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Das Münchner Unternehmen m-net ist kräftig in Schieflage geraten. Grund ist ein Auftrag für den Glasfaserausbau im Landkreis Cham, bei dem sich die Tochter der Münchner Stadtwerke offenbar verkalkuliert hat.

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Münchner Stadtwerke: M-net nicht vor der Pleite

Ein missglückter Glasfaserausbau soll Schuld sein. Das Telekommunikationsunternehmen M-net ist offenbar in finanziellen Nöten. Vor der Insolvenz stehe es aber nicht, so die Stadtwerke München. Es geht um einen Millionenauftrag in Cham.

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Das Münchner Telekommunikationsunternehmen M-net steht nicht vor der Insolvenz. Das sagte der Geschäftsführer der Münchner Stadtwerke, Florian Bieberbach, heute im Wirtschaftsausschuss des Münchner Stadtrates. Eine Kapitalerhöhung von Seiten der Gesellschafter könne jedoch zum jetzigen Zeitpunkt nicht ausgeschlossen werden.

Zu hohe Kosten für Auftrag in Cham

Grund für die mögliche Kapitalerhöhung sind Probleme beim Glasfaserausbau im Landkreis Cham. Die in der Abendzeitung genannten Gesamtkosten von 160 Millionen Euro für die Glasfaserverlegung zu 8.000 Haushalten im Landkreis Cham seien zu hoch. Eine genaue Summe könne noch nicht genannt werden. Im Kreis Cham wollte M-net laut damaligen Angaben "das derzeit größte flächendeckende Glasfasernetz im ländlichen Raum" realisieren.

Stadtwerke München sind Mehrheitseigner

Im Münchner Rathaus gab man sich heute zuversichtlich, dass man zusammen mit dem Landkreis Cham eine Lösung finden werde. Die Stadtwerke München (SWM) sind einer von sechs Gesellschaftern der M-Net GmbH. Bei der SWM ist man über das Verhalten des Telekommunikationsunternehmens bei dem Projekt in Cham sehr unglücklich. Bereits im November sei, unter anderem aus diesem Grund, bei M-Net die Geschäftsführung ausgetauscht worden, sagte Bieberbach dem BR.

Laut M-net kam der Glasfaserausbau im Kreis Cham ins Stocken, weil die Qualität des örtlichen Tiefbau-Partners nicht passte. Auf Basis von dessen Kalkulation hatte M-net sein Angebot erstellt, mit dem die Münchner die Ausschreibung des Landkreises Cham gewannen.

Opposition: "Enormer Fehler"

Bei der Opposition im Münchner Rathaus spricht man von einem enormen Fehler, den M-Net  bei diesem Projekt gemacht habe. Dennoch versicherten auch Oppositionspolitiker, dass die Existenz des Münchner Telekommunikationsunternehmen weiterhin gesichert sei. Auch unterstütze man grundsätzlich das Vorhaben, ländliche Regionen mit schnellem Internet zu versorgen.