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Flughafen München
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Birgit Harprath
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Flughafen München

Auch am Münchner Flughafen kommt es am Dienstag zu Warnstreiks bei der Sicherheitskontrolle. Das sagte ein Vertreter von Verdi Bayern dem Bayerischen Rundfunk. Die Gewerkschaft Verdi ruft 350 Mitarbeiter von 3.30 Uhr bis 24 Uhr zu Aktionen auf. In Nürnberg wird laut Verdi nicht gestreikt.

Zuvor hatte der Flughafenverband ADV mitgeteilt, dass von geplanten Arbeitsniederlegungen erneut der Flughafen Frankfurt am Main betroffen sein wird. Warnstreiks werde es am Dienstag auch an den Airports Hamburg, Hannover, Bremen, Halle/Saale, Dresden und Erfurt geben, hieß es.

Verdi rechnet mit erheblichen Auswirkungen

Anders als an anderen Flughäfen ist in München aber nicht die Kontrolle der Passagiere betroffen. Die führt eine Tochter des Freistaates mit Tarifvertrag des öffentlichen Dienstes aus. Bestreikt wird die Kontrolle von Beschäftigten am Flughafen, der Airlines und die Anlieferung von Luftfracht. Dafür zuständig ist eine Tochter der Flughafengesellschaft. Trotzdem rechnet Verdi Bayern mit erheblichen Auswirkungen im Flugverkehr, zumal durch den Warnstreik an anderen deutschen Airports wie Frankfurt wenige oder gar keine Maschinen landen werden.

Lufthansa informiert im Internet über Flugstatus

Ein Gegensteuern dürfte für die Münchner Flughafengesellschaft (FMG) nicht leicht sein. Leiharbeiter können, auch wenn sie speziell ausgebildet sind, laut Gesetz nicht als Streikbrecher eingesetzt werden. Eigene Kontrolleure für Notfälle hat die FMG nicht viele.

Mehr als 1.000 Flüge wären für Dienstag geplant – 100 davon werden nach jetzigem Stand annulliert. Nach Angaben eines Flughafen-Sprechers sind vor allem innerdeutsche Verbindungen betroffen, aber auch einige internationale Flüge. Die Lufthansa will über den Flugstatus im Internet informieren. Tickets sollen kostenlos umgebucht werden.

Darum geht es im Tarifkonflikt

Im Tarifkonflikt fordert Verdi 20 Euro mehr pro Stunde und das einheitlich bei allen privaten Betreibern der Flugsicherheit. Die Arbeitgeber lehnen das als bei weitem zu hoch ab. Mit dem Ausmaß der Streiks überspanne die Gewerkschaft den Bogen, heißt es vom Bundesverband der Luftsicherheitsunternehmen.