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Die mittelfränkische Metall- und Elektroindustrie steckt weiter in der Rezession. Laut einer aktuellen Umfrage wirkt sich das auch auf die Zahl der Beschäftigten aus: 5.000 Arbeitsplätze sind demnach im vergangenen Jahr in der Branche weggefallen.

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Mittelfrankens Metall- und Elektroindustrie weiter in Rezession

Die Metall- und Elektroindustrie in Mittelfranken rechnet mit einem weiteren Jobabbau 2021. Etwa 3.000 Arbeitsplätze könnten verloren gehen. Das hat die Winter-Konjunkturumfrage ergeben. 5.000 Stellen sind bereits im vergangenen Jahr weggefallen.

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Von
  • Nora Kaltenbeck

Die mittelfränkische Metall- und Elektroindustrie steckt weiter in der Rezession. Das hat die aktuelle Winter-Konjunkturumfrage der bayerischen Metall- und Elektro-Arbeitgeberverbände bayme vbm unter ihren Mitgliedsunternehmen ergeben. Dies wirkt sich auch auf die Zahl der Beschäftigten aus.

5.000 Arbeitsplätze sind demnach im vergangenen Jahr in mittelfränkischen Unternehmen der Metall- und Elektroindustrie weggefallen. Ohne Kurzarbeit, staatliche Unterstützungshilfen, die Aussetzung der Insolvenzanmeldepflicht und eigene Maßnahmen der Unternehmen wären es noch mehr geworden, so die Arbeitgeberverbände.

Angespannte Lage befürchtet

Für 2021 rechnen die Unternehmen mit dem Verlust von 3.000 weiteren Arbeitsplätzen.

"2020 müssen wir als ein Jahr, das an die Corona-Pandemie verloren gegangen ist, abschreiben." Susanne Gerhart-Deissenberger, Vorstandsmitglied der bayme vbm Region Nürnberg-Fürth-Erlangen.

Auch wenn sich die aktuelle Geschäftslage im Vergleich zum Sommer verbessert hat, bleibe der Saldo für das vergangene Jahr im negativen Bereich, so Susanne Gerhart-Deissenberger, Vorstandsmitglied der bayme vbm Region Nürnberg-Fürth-Erlangen.

Für 2021 erwartet mehr als die Hälfte der Metall- und Elektrounternehmen in der Region eine angespannte Lage. Rund 46 Prozent der Betriebe rechnet dagegen damit, zum Ende des laufenden Jahres wieder das Vorkrisenniveau zu erreichen.

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Der Kranhersteller Tadano Faun hat angekündigt 114 Arbeitsplätze zu streichen. Die Mitarbeiter hätten jedoch die Möglichkeit in eine Transfergesellschaft zu wechseln.

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