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Wirtschaft

Mit längeren Ladenöffnungszeiten durch die Coronakrise? | BR24

© pa/dpa/Steffi Adam/Geisler-Fotopress

Warteschlange in der Münchner Fußgängerzone

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    Mit längeren Ladenöffnungszeiten durch die Coronakrise?

    Der CDU-Wirtschaftsrat hat sich für "großzügige Ausnahmeregelungen" vom Ladenschlussgesetz ausgesprochen. Damit soll der Einzelhandel wieder auf die Beine kommen, damit die Innenstädte durch die Coronakrise nicht dauerhaft veröden.

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    Der CDU-Wirtschaftsrat plädiert für erweiterte Ladenöffnungszeiten, um die Folgen der Corona-Krise einzudämmen. Damit der Einzelhandel wieder auf die Beine komme und die Innenstädte nach der Krise nicht dauerhaft verödeten, müssten "großzügige Ausnahmeregelungen" vom Ladenschlussgesetz geschaffen werden, sagte der Generalsekretär des Wirtschaftsrats, Wolfgang Steiger, der "Passauer Neuen Presse". Denkbar seien etwa verlängerte Öffnungszeiten im Herbst und Winter oder auch mehr verkaufsoffene Sonntage.

    Online-Shopping gefährdet Arbeitsplätze im Einzelhandel

    Wenn die Verbraucher diese erweiterten Einkaufmöglichkeiten nicht erhielten, würden viele vermutlich dauerhaft zum Online-Shopping übergehen. "Damit wären im stationären Einzelhandel viele Arbeitsplätze gefährdet", warnte Steiger.

    Trotz der kurzfristig aufgelegten staatlichen Unterstützungsprogramme sei die Lage für den stationären Einzelhandel bedrohlich, zitierte die "Passauer Neue Presse" aus einem Papier des CDU-Wirtschaftsrats. Hochrechnungen schätzen demnach den Umsatzverlust im Nicht-Lebensmittel-Bereich allein während der ersten vier Wochen der Corona-Maßnahmen auf rund 30 Milliarden Euro. Dieser Verlust sei "in großen Teilen auch nicht wieder aufzuholen".

    CSU bisher gegen Sonntagsöffnungen in Bayern

    Auch in Bayern wird immer wieder über längere Ladenöffnungszeiten und Öffnungen an Sonntagen debattiert. So hatte am 12. Mai Wirtschaftsminister Hubert Aiwanger (Freie Wähler) die Möglichkeit ins Spiel gebracht, zumindest zeitweise Geschäftsöffnungen an Sonntagen im Freistaat zu erlauben. Staatskanzleichef Florian Herrmann hatte für die CSU aber sofort klargestellt: "Am Schutz des Sonntags wird sicher nicht gerüttelt." Ohnehin seien aus seiner Sicht Debatten über geänderte Ladenöffnungszeiten in der Corona-Krise "unredlich".

    (mit Material von afp und dpa)

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