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Viele Apps für Senioren auf der Internationalen Funkausstellung | BR24

© ARD / Johannes Frewel

Der demografische Wandel hinterlässt Spuren im Gesundheitssystem: Die Zahl der Patienten wächst, immer mehr Ärzte gehen in den Ruhestand. Auf der Internationalen Funkausstellung in Berlin stellen Anbieter deshalb Online-Lösungen fürs Alter vor.

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Viele Apps für Senioren auf der Internationalen Funkausstellung

Der demografische Wandel hinterlässt Spuren im Gesundheitssystem: Die Zahl der Patienten wächst, immer mehr Ärzte gehen in den Ruhestand. Auf der Internationalen Funkausstellung in Berlin stellen Anbieter ab morgen Online-Lösungen fürs Alter vor.

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Er sieht aus wie ein fahrender Saugroboter mit aufgesetztem Tablet-Bildschirm: Es ist das Gesicht eines Pflegeroboters, der auf der Internationalen Funkausstellung IFA in Berlin seine Runden dreht. Das Modell Temi von der Firma Medisana zum Beispiel erinnert an die Tabletteneinnahme und hilft chronisch Kranken beim Messen von Gesundheitsdaten. Der Pflegeroboter bewegt sich selbständig, stellt Gesundheitsdaten für Telemedizin zur Verfügung, ist zugleich Internetterminal mit Videochat und fährt automatisch zur Ladestation, wenn der Akku schwach wird. Auch Yoga-Videos hat er im Angebot.

Vernetzte Zahnbürsten senden Daten in die Cloud

Auch neue Apps aus der Telemedizin und für die digitale Gesundheitsvorsorge stellen Anbieter auf der IFA vor. Gefragt bei Verbrauchern sind auch Fitnessarmbänder oder Smartwatches. Sie legen um 42 Prozent in der Käufergunst zu. Nicht nur sie sammeln und übertragen Gesundheitsdaten in die Cloud. Auch die Gesundheitssparte von Philips treibt Geschäftsmodelle mit Kundendaten voran. Vernetzte Zahnbürsten und andere Geräte senden Daten in die Cloud. Verbraucher bekommen im Gegenzug etwa Zahnputztipps.

Geld verdienen die Hersteller mit In-App-Käufen

Geld verdienen die Anbieter vor allem mit In-App-Käufen und kostenpflichtigen Abos. Dabei hilft die Künstliche Intelligenz. Auch Philips greift darauf zurück.

"Künstliche Intelligenz generiert Gesundheitsempfehlungen aus den Datenbergen." Marlies Gebetsberger, Marketingchefin der Gesundheitsbranche von Philips

Und das sind Datenberge, mit denen sich Geld verdienen lässt. Datenschutzbedenken spielen offenbar nur noch eine geringe Rolle. Fast die Hälfte der Schwangeren in Deutschland vertraut im Alltag bereits einer Philips-App auf dem Smartphone, so der Hersteller. Kostenlos ist die App nur in den ersten Wochen.

© BR

Die Internationale Funkausstellung ist seit heute für alle offen. Die IFA präsentiert unter anderem neue Fernseher, vernetzte Haustechnik und Smartphones mit der superschnellen 5G-Technik. Sie findet bis 11. September 2019 in Berlin statt.