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Missbrauch von Masken-Attesten bringt Behinderte in Not | BR24

© BR / stock.adobe.com, famveldman

Manche Menschen werden aus medizinischen Gründen von der Maskenpflicht im Einzelhandel befreit. Dabei soll es auch zu Missbrauch kommen.

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    Missbrauch von Masken-Attesten bringt Behinderte in Not

    Viele Einzelhändler wollen bei der Pflicht, in Ladengeschäften eine Mund-Nasen-Bedeckung zu tragen, keine Ausnahmen machen. Der Behindertenbeauftragte der Bayerischen Staatsregierung sieht dadurch große Probleme.

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    Von
    • Nikolaus Nützel

    Behindertenbeauftragter gegen Fake-Atteste zur Maskenbefreiung

    Der Behindertenbeauftragte der Staatsregierung, Holger Kiesel, ärgert sich über Ärzte, die Befreiungen von der Maskenpflicht auch für Menschen ausstellen, die sie gar nicht wirklich brauchen – Und vor allem ärgert er sich über komplett gefälschte Pseudo-Befreiungen. Denn solche Fake-Atteste sind seiner Ansicht nach ein wesentlicher Grund dafür, dass viele Einzelhändler überhaupt keine Befreiungen von der Maskenpflicht akzeptieren, und niemanden in ihre Geschäfte lassen, der sagt, dass er keine Maske tragen kann. Die Zahl der Betroffenen sei beträchtlich.

    Weil es Menschen betrifft, die Lungenprobleme haben. Es betrifft Menschen auch mit psychischen Problemen - weil auch jemand, der eine Panikattacke bekommt, wenn er eine Maske tragen muss, kann letztlich nicht in ein Geschäft reinkommen. Es trifft auch Leute mit kognitiven Einschränkungen, denen du einfach nicht erklären kannst, warum sie eine Maske tragen müssen. Holger Kiesel, Behindertenbeauftragter der Bayerischen Staatsregierung

    "Keine pauschalen Betretungsverbote verhängen"

    Von denen, die Fake-Atteste ausstellen, fordert der Behindertenbeauftragte, dass sie sofort damit aufhören. Und von den Einzelhändlern wünscht er sich, dass sie gegen Menschen, die sagen, dass sie keine Maske tragen können, keine pauschalen Betretungsverbote verhängen - sondern dass sie den jeweiligen Einzelfall prüfen.