Zurück zur Startseite
Wirtschaft
Zurück zur Startseite
Wirtschaft

Azubi-Mindestlohn: Bayerischer-Handwerkstags-Präsident skeptisch | BR24

© BR

Problem, wenn der Staat in die Tarifautonomie eingreift

Per Mail sharen
  • Artikel mit Audio-Inhalten

Azubi-Mindestlohn: Bayerischer-Handwerkstags-Präsident skeptisch

Der Präsident des Bayerischen Handwerkstages Franz Xaver Peteranderl sieht im Interview mit der Bayern 2 radioWelt im geplanten Mindestlohn für Auszubildende einen Eingriff in die Tarifautonomie.

Per Mail sharen

Mit Blick auf die Mindesthöhe für Azubis von 515 Euro im Monat betont Franz Xaver Peteranderl:

"Wir haben kein Problem mit der Höhe, aber dass der Staat sich einmischt in die Tarifautonomie, da haben wir schon etwas dagegen." Franz Xaver Peteranderl

Angelegenheit zwischen Gewerkschaft und Unternehmern

Zur Begründung fügte er an, dass die Aushandlung von Löhnen oder auch Ausbildungsvergütungen eine tarifliche Angelegenheit zwischen den Gewerkschaften und den Unternehmern ist. Diese würden entsprechende Vergütungen aushandeln, die auf die Region und auch die Leistungsfähigkeit der Betriebe Rücksicht nehmen, so Peteranderl.

"Eine Ausbildungsplatzvergütung ist ja kein Lohn im eigentlichen Sinne, sondern ein Zuschuss zum Lebensunterhalt." Franz Xaver Peteranderl

Alternative zu Studium

Er warnte davor, dass das Angebot an Ausbildungsplätzen zurückgehen könnte und auch eventuell schwächere Auszubildende nicht mehr genommen werden könnten. Nach Meinung Peteranderls sind auch in Bayern Lehrstellen deshalb nicht besetzt, weil zu viele Jugendliche glaubten, ein Studium sei für sie das Beste.

"Ich kann nur sagen, die beste Grundlage für den zukünftigen Beruf ist eine duale Ausbildung, die man dann vielleicht durch ein Studium ergänzen kann." Franz Xaver Peteranderl