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Wirtschaft

Millionenstrafe gegen VW in Südkorea angekündigt | BR24

© picture-alliance dpa

Volkswagen und Audi Fahrzeuge in Pyeongtaek, Südkorea, 2016

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    Millionenstrafe gegen VW in Südkorea angekündigt

    Auch in Südkorea hat der VW-Konzern wegen seiner Abgassoftware Ärger. Das Umweltministerium des Landes verhängte Bußgelder gegen Volkswagen, Audi und Porsche. Und es könnte noch schlimmer kommen.

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    Südkorea will die Importzulassung für Dieselautos der Marken Volkswagen, Audi und Porsche widerrufen. Bei drei Modellen von Audi, zwei Typen des VW Touareg und einem Porsche Cayenne sei eine verbotene Software zur Abgaskontrolle gefunden worden, teilte das Umweltministerium mit. Der Autohersteller habe niedrigere Schadstoffemissionen vortäuschen wollen. Die Fahrzeuge hätten zehn Mal mehr Stickstoffoxid ausgestoßen als normal. Bei der zuständige Staatsanwaltschaft wurde Strafanzeige erstattet. Man werde weiter konsequent auf Abgasmanipulationen reagieren, kündigte ein Ministeriumsvertreter an. Die südkoreanischen Behörden sind seit Bekanntwerden des Dieselskandals im Herbst 2015 bereits mehrfach gegen den Volkswagenkonzern vorgegangen.

    Millionen-Bußgelder angekündigt

    Audi-Volkswagen müsse mit einer Strafe von 7,9 Milliarden Won (5,9 Millionen Euro), Porsche mit vier Milliarden Won (2,7 Millionen Euro) rechnen, hieß es. Den Angaben nach sind insgesamt mehr als 10.200 Autos betroffen, die zwischen Mai 2015 und Januar 2018 verkauft wurden. Der größte Teil stammt von Audi. Die betroffenen Modelle werden in Südkorea nicht mehr verkauft.

    Audi Volkswagen nimmt Stellung

    Audi Volkswagen Korea erklärte, für die Autos gebe es Rückrufpläne, die noch von der Behörde gebilligt werden müssten. Die Audi AG habe mit den Untersuchungen sämtlicher Dieselmotoren im August 2016 begonnen und arbeite freiwillig eng mit dem deutschen Kraftfahrt-Bundesamt zusammen an den Angelegenheiten, die potenziell Probleme bereiten könnten.