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Millionen gesammelt: Münchner Solarauto wird weiterentwickelt | BR24

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Nach einem Zerwürfnis mit Investoren wagte der Münchner Solarbauer "Sono Motors" einen ungewöhnlichen Schritt und sammelte Millionen via Crowdfunding. Das Unternehmen kann vorerst weitermachen, ist aber noch lange nicht am Ziel.

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Millionen gesammelt: Münchner Solarauto wird weiterentwickelt

Nach einem Zerwürfnis mit Investoren hat Sono Motors einen ungewöhnlichen Schritt gewagt. Die Münchner sammelten mehr als 50 Millionen Euro via Crowdfunding für ihr Elektroauto. Das Startup kann weitermachen, ist aber noch lange nicht am Ziel.

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Das Startup Sono Motors will sein Elektroauto Sion weiterentwickeln, braucht für dieses Vorhaben aber Geld. Anfang Dezember wurde bekannt, dass die Finanzierung wackelt. Grund war ein Zerwürfnis mit Investoren. Das Unternehmen startete deshalb eine Crowdfunding-Kampagne.

Optik erinnert an Familien-Van

Am Ende wurde es richtig spannend für "Sono Motors". Es blieb nur noch wenig Zeit bis zum Fristende und die bisher eingesammelten Geldzusagen schoben sich nur noch recht langsam heran an die erforderliche 50-Millionen-Euro-Marke. Doch am Samstagabend war das Ziel erreicht. "We.made.it, thank you, 50.000.000 Euro", twitterte Sono Motors. Mittlerweile liegen die Geldzusagen schon deutlich über der Zielmarke.

Sono Motors nennt sein Fahrzeug "das erste solar-elektrische" Auto. Das Besondere: Es kann nicht nur wie ein herkömmliches Elektroauto geladen werden, sondern auch mit Solarzellen auf dem Dach und an den Seiten, die in die schwarze Karosserie eingelassen sind. Die Firma wirbt mit dem Spruch: "Das Auto, das sich selbst lädt." Optisch lässt sich der Sion am ehesten mit einem Familien-Van vergleichen und erinnert an den VW Touran.

Weitere Millionen für Serienproduktion benötigt

Wie viel Geld das Unternehmen am Ende erhält, hängt davon ab, inwieweit sich die Investoren an die Zusagen halten.

Nach Unternehmensangaben gibt es mehr als 10.000 Vorbestellungen. Produziert werden soll der Sion in Schweden, in einem früheren Werk des untergegangenen Herstellers Saab in Trollhättan. Die Serienproduktion soll 2021 beginnen. Doch bis es soweit ist, braucht die Firma weitere Millionen, um die Produktion aufbauen zu können. Die Rede ist von rund 200 Millionen Euro.

Wenn die Anschlussfinanzierung nicht klappt, droht das Aus. Die 50 Millionen Euro der vielen Privatinvestoren wären verloren, Anleger stünden vor einen Totalverlust. Das sei ein Risiko, räumt die Firma unumwunden ein. Den Verkaufspreis musste der Hersteller bereits anheben, auf 25.500 Euro, wegen Mehrkosten bei der Batterie.

© Sono Motors

Produziert werden soll der Sion in Schweden.

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Die Gründer Jona Christians, Navina Pernsteiner und Laurin Hahn vor dem Sion Prototypen.

© Sono Motors

Das Interieur des Sion.

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Der Sion kann nicht nur wie ein herkömmliches Elektroauto geladen werden, sondern auch mit Solarzellen auf dem Dach und an den Seiten.

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