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Milliardenschwere Kapitalerhöhung abgeschlossen | BR24

© dpa/picture-alliance

Deutsche Bank Zentrale

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    Milliardenschwere Kapitalerhöhung abgeschlossen

    Die Deutsche Bank hat wie geplant ihr Kapital um acht Mrd. Euro aufgestockt. Rund 688 Mio. neue Aktien wurden ausgegeben. Die meisten Aktionäre übten ihr Bezugsrecht aus. Insider bewerten das als Vertrauensbeweis für Bankchef Cryan. Von Felix Lincke

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    Fast 99 Prozent ihrer neuen Aktien ist die Deutsche Bank losgeworden. Diesmal ging es um acht Milliarden Euro brutto. Keine zwei Jahre zuvor hatte die Bank im Mai 2014 sogar 8,5 Milliarden Euro eingesammelt. Damals musste sie dafür nur halb so viele Anteilsscheine verkaufen, weil der Aktienkurs noch höher war. Dem war im Vorjahr 2013 eine Kapitalerhöhung um drei Milliarden Euro vorausgegangen.

    Enormer Kapitalbedarf in letzten zehn Jahren

    Im laufenden Jahrzehnt kommt die Deutsche Bank auf rund 20 Milliarden Euro allein mit diesen außerordentlichen Maßnahmen. Daneben hat sie bei anderen Banken noch viele Milliarden an Hybrid-Kapital aufgenommen. Diese Gelder können im Krisenfall in Eigenkapital umgewandelt werden.

    Milliardenverluste im Zuge der Finanzkrise

    Die Deutsche Bank stemmt sich mit der Kapitalerhöhung gegen Milliardenverluste in den vergangenen Jahren wegen teurer Rechtsstreitigkeiten und anderer Folgen der Finanzkrise. Das Geschäftsjahr 2016 hatte die Deutsche Bank mit einem Minus von rund 1,4 Milliarden Euro abgeschlossen. 2015 war ein Fehlbetrag von 6,8 Milliarden Euro aufgelaufen - das größte Minus in der Geschichte der Deutschen Bank.